Umkehr und Erneuerung

Die Emmaus-Jünger (Lk 24, 13-35)

Auf dem Weg mit dem auferstandenen Messias (Lk 24, 13-35)

Die Emmaus-Erzählung ist die längste Perikope im Lukas-Evangelium. Das ist kein Zufall. In dieser Erzählung ist für den  Evangelisten Lukas all das enthalten, zumindest noch einmal angedeutet, um was es ihm in seiner Version der Frohen Botschaft geht: Trotz aller offensichtlichen und erlittenen Gewalt und Ungerechtigkeiten haben diese „Mächte des Todes“ nicht das letzte Wort. Die Vision einer gerechteren und geschwisterlichen Weltgemeinschaft, die Hoffnung ja Gewissheit, dass eine „neue Erde und ein neuer Himmel“ möglich sind - sie lebt. Freilich, man muss diese Botschaft erst einmal hören, sie richtig verstehen und sie verinnerlichen.

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Der synodale Weg – einige Hinweise

Für das Treffen der Fidei-Donum-Priester (deutschsprachige Priester in Lateinamerika)  wurde ich gebeten, einen Vortrag (Impuls) für das Thema für das Thema "Der synodale Weg" zu halten. Das konkrete Treffen wird nach Ostern in Buenos Aires, Argentinien stattfinden. Dieser Text gilt als Vorbereitung für das Treffen. 

Der synodale Weg – einige Hinweise (18. 01. 2022)

Ich verfolge intensiv den synodalen Prozess, nicht nur in Deutschland, war auch in diözesanen und örtlichen Gremien und werde täglich mit Stellungsnahmen etc. konfrontiert. Zudem lese ich die Texte von lateinamerikanischen Theolog/innen. Es gibt sehr viel Widersprüchliches in diesem Prozess, auch sehr unterschiedliche Interessen, die nicht so offen angesprochen werden. Die Situation in den einzelnen Kirchengemeinden vor Ort spielt fast keine Rolle bzw. ist einfach zu wenig bekannt. Es wird viel Aufwand betrieben, der Apparat wird zusätzlich aufgebläht, aber gerade dadurch wird die Kommunikation zwischen „oben und unten“ eher erschwert. Dennoch bin ich weiter der Meinung, dass es zu einem echten Dialog kommen muss, zu einer gemeinsamen Suche, aber im Bewusstsein, dass es verschiedene Standorte gibt (Ausgangspunkte), es diese auch weiterhin geben wird und dass niemand das Allheilmittel kennt oder gar besitzt.

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Der synodale Weg - aus der Perspektive des "Südens"

Eine wirkliche Umkehr und damit auch eine Erneuerung der Kirche wird es ohne eine vertiefte Spiritualität bzw. eine Vertiefung des Glaubens an Jesus den Christus nicht geben. Eine jesuanisch geprägte Spiritualität hat aber nichts zu tun mit der bei uns üblichen Suche nach Spiritualität, wo es oft zuerst um meine Seele, „meinen“ Gott oder um die eigene Befindlichkeit geht. Eine biblisch-jesuanische und somit eine unterscheidend christliche Spiritualität besteht darin, im gekreuzigten Nächsten das Antlitz des gekreuzigten Christus zu erkennen und an der Seite der Gekreuzigten darum zu kämpfen, dass immer weniger Menschen den global agierenden Räuberbanden zum Opfer fallen.

Im „Goldenen Käfig“ und innerhalb einer Gesellschaft, deren Wohlstand teilweise immer noch oder gar immer intensiver auf der Ausbeutung ganzer Völker beruht, wird es schwer sein, eine solche Spiritualität zu entwickeln, aber es ist nicht unmöglich, weil es nicht unmöglich ist auszubrechen und aufzustehen!

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