Kirche der Befreiung

Die Geburt von Jesus, dem Messias

Die Geburt von Jesus, dem Messias

Conclusio: (als eine Art Zusammenfassung und Schlussfolgerung)

  • Diejenigen, die am meisten verachtet werden, wie die Campesinos von Bethlehem, sind die Ersten, die die Botschaft von einem Neuen Himmel und einer Neuen Erde hören. Sie brechen auf, machen sich auf den Weg und entdecken ihren Retter und Befreier. Das heißt: Menschwerdung (seiner Berufung gerecht werden) in der Nachfolge Jesu.
  • Menschwerdung und Auferstehung: Die Gemeinschaft der Jünger*innen von Jesus dem Christus entlarvt die herrschenden Götzen und deren Diener. Im Widerstand und Aufstehen gegen die Menschen verachtenden Ungerechtigkeiten geschieht Auferstehung. Ziel: Ein Leben in Würde für alle - vorrangig für diejenigen, denen diese Würde vorenthalten bzw. geraubt wird – im Rahmen der planetarischen Grenzen unserer gemeinsamen „Mutter Erde“.

„Diejenigen, die am meisten verachtet werden, die Hirten von Bethlehem, sind die Ersten, die die Botschaft von einem Neuen Himmel und einer Neuen Erde hören. In der finsteren Nacht einer langen Geschichte öffnet sich ihnen der Himmel und steigt zur Erde hinab. Das Licht dringt in die Herzen der Menschen ein und zeigt ihnen den Weg. Sie folgen dem Stern und sie gelangen zu einer Hütte. Dort entdecken sie in einer Krippe ihren Retter und Befreier - während die Weisen von Jerusalem und die Mächtigen von Rom und deren Statthalter weder diese Botschaft hören noch den Stern sehen können, weil sie sich selbst für das Licht halten.“ (Willi K., 1999).

        >     Leonardo

Lucy Jochamowitz: Geburt Jesu                           Leonardo Herrera: Auferstehung

   “Vamos Caminando” (1976)                                            (Bambamarca 1978)

 

Oscar Romero: „Ich denke, wir haben das Evangelium sehr verstümmelt. Wir haben versucht, ein sehr angenehmes Evangelium zu leben, ohne unser Leben aufzugeben, in selbstverliebter Frömmigkeit, ein Evangelium, das uns selbst gefiel.“ (Predigt 19. Juni 77)

Als Conclusio (Zusammenfassung der 25 Texte zum Advent (01.- 24. Dez. auf Facebook)

Corona in Lateinamerika

Die Corona-Pandemie in Lateinamerika - und was dann?

Lateinamerika wurde dieses Jahr schwer von der Corona-Pandemie getroffen. So hat z.B. Peru die zweithöchste Mortalität weltweit durch Covid-19. Und die Welthungerhilfe geht davon aus, dass 30 Millionen Hungertote zusätzlich allein wegen dieser Pandemie zu beklagen sein werden. Kirchliche Stellungnahmen aus Lateinamerika stellen diese erschreckenden Zahlen in einen größeren Zusammenhang und sprechen noch von einem anderen Virus, der sich zunehmend ausbreitet: Hunger, Vertreibung und die hohe Sterblichkeit an leicht zu behandelnden Krankheiten. Die Bekämpfung oder gar Ausrottung dieses „Virus“ würde nur einen kleinen Bruchteil dessen kosten, was wir für Waffen ausgeben. Papst Franziskus: „Wir haben gegen die Erde gesündigt, gegen unseren Nächsten und letztlich gegen den Schöpfer, der für alle sorgt und möchte, dass wir in Gemeinschaft leben und miteinander teilen, was wir zum Leben brauchen.“ (Generalaudienz am „Welttag der Erde“ am 22.04.20). Er sieht in dieser Verneinung Gottes einen Virus, der das Überleben der Menschheit gefährdet. 

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Neuer Aufbruch der Kirche in Lateinamerika - und bei uns?

Ich kenne persönlich aktuelle Beispiele von Mexiko bis Argentinien, wo Frauen - meist auf Bitten von Basisgemeinden - von ihrem Bischof beauftragt worden sind, bisher Klerikern vorbehaltene Dienste und Aufgaben zu übernehmen. Es sind Dienste, die weit über das hinausgehen, was selbst zukünftigen Diakoninnen bei uns „erlaubt“ werden dürfte. Jeder Bischof kann das und darf das, er muss es nur wollen. Es wäre sogar seine Pflicht, wenn es das Volk Gottes einfordert. Wir haben auch Gottesdienste gefeiert und das Brot geteilt wie Jesus beim letzten Abendmahl. Jesus hat dies sicher gefallen, denn wir haben getan, was er uns aufgetragen hat: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“! Die Großpfarrei war während meiner Zeit für drei Jahre ohne Priester.

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