Spiritualität

 

Spiritualität wird hier als Kraft verstanden, sein Leben im Geiste und in der Nachfolge Jesu zu gestalten. Spiritualität bedeutet aus der Sicht der Armen, Gott inmitten ihres Leides und ihrer Hoffnungen als ein Gott des „Lebens in Fülle“ zu entdecken, der mit ihnen ist und sie führt. Aus der Sicht der „Reichen“ bedeutet Spiritualität, im leidenden Nächsten, das Antlitz des Gekreuzigten zu entdecken, sich mit dem Armen auf den Weg machen und mit ihm zusammen seine Sehnsucht nach dem Reich Gottes zu formulieren und im „Hier und Heute“ Gestalt zu verleihen.

Predigt in Herzogenaurach

Predigt am Tag der Weltmission 24/25. 10. 1998 - Herzogenaurach

"Nicht umsonst ist diese Feier das zentrale Sakrament der Kirche, das Sakrament der Gemeinschaft der Jünger und Jüngerinnen Jesu. Kennzeichen dieser Gemeinschaft, dieser Tischgemeinschaft, ist das Miteinanderteilen von Brot und Wein, d.h. all dessen, was der Mensch zum Leben braucht. Die Jünger von Emmaus erkennen den auferweckten, den lebendigen Christus erst, als er mit ihnen das Brot teilt. Man erkennt eine christliche Gemeinde daran, ob, wann und mit wem sie das Brot teilt. In einer Gemeinde in der das geschieht, ist der auferweckte Christus gegenwärtig, wird Auferstehung spürbar, neues Leben."

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Die Armen evangelisieren uns

Die Armen evangelisieren uns

Das Evangelium ist in einer Kultur, Umwelt und Gesellschaft entstanden, die unserer „Wohlfahrtsgesellschaft“ noch viel fremder und „weiter“ (Vorderer Orient, Agrargesellschaft etc.) entfernt ist, als die Welt z.B. der Campesinos von Peru und allen Ärmsten dieser Welt. Es stellt sich nicht die Frage der Übertragbarkeit von Glaubenserfahrungen von christlichen Basisgruppen aus unterdrückten Ländern, die ja vergleichbar sind mit den Erfahrungen der Zeitgenossen Jesu und der ersten Christen, sondern es geht um die Frage, ob und wie das Evangelium in dieser Welt (der „Ersten Welt“) und in dieser Zeit noch gehört werden kann.

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Partnerschaft als Sakrament

Partnerschaft als Sakrament

Die Partnerschaft zwischen zwei Gemeinden unterscheidet sich in ihren Grundstrukturen nicht von der Partnerschaft zwischen zwei Menschen. Gegenseitiger Respekt, Offenheit und Treue (besonders in schwierigen Situationen) sind unabdingbare Voraussetzungen für das Gelingen jeglicher Partnerschaft. Dazu kommt das Interesse, den Partner in seiner Menschwerdung (Mündigkeit, soziale Verantwortung usw.) zu unterstützen und zu begleiten. Auf diesem gemeinsamen Weg erfährt jeder den anderen als Bereicherung und als Hilfe für die eigene Menschwerdung. Im gemeinsamen Weg wird die Grenze des eigenen Ich überschritten und auf den Anderen hin geöffnet.

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