Kirche der Befreiung  – Das Evangelium von Jesus dem Christus mit den Augen der Indios sehen und erfahren

Dia-Reihe und Begleitheft; Fachstelle für Medienarbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart, 1986;  Bilder und Text: Willi Knecht, Ulm; auf der Basis der Ausstellung "Kirche der Befreiung" in St. Georg, Ulm (Okt. 1983, überarbeitet für Diaschau,1984).

Einführung

Die Theologie der Befreiung ist nicht irgendeine Theologie oder theologische Richtung unter vielen anderen, am Schreibtisch erdacht. Vielmehr handelt es sich um eine Glaubensbewegung kontinentalen Ausmaßes, die für die Zukunft der Kirche von entscheidender Bedeutung sein wird. Ausgangspunkt dieser Bewegung ist das leidende Volk Gottes in der Geschichte und die Frohe Botschaft von seiner Befreiung. Es ist eine Bewegung zurück zu den Quellen, zu Bibel und zum Glauben der ersten Christen – um so den Weg in die Zukunft (wieder) zu finden.

Die Lichtbildreihe „Kirche der Befreiung“ will in aller Kürze in das Grundanliegen der Theologie der Befreiung einführen. Der Titel „Kirche der Befreiung“ deutet daraufhin, dass diese Glaubensbewegung aus dem geknechteten Volk Gottes heraus entstanden ist, aus einer Praxis der Befreiung. Es ist nämlich nicht die Theologie oder das Lehramt, die den Menschen das Heil bringen, sondern es ist das Evangelium von Jesus dem Christus. Dieses Evangelium wird in besonderer Weise von den unterdrückten Menschen Lateinamerikas als eine Botschaft der Befreiung verstanden, als Überwindung der "Sünde der Welt" (Habgier, Unterdrückung, Rassismus, koloniale Strukturen, etc.) und ihren Folgen.

Es soll nun nicht über die Theologie der Befreiung gesprochen werden. Die Lichtbildreihe will vielmehr aufzeigen, wie Menschen, die jahrhundertelang versklavt wurden, aus dem Glauben an Jesus Christus heraus sich als Kinder Gottes entdecken, als Menschen mit einer unantastbaren Würde und mit Rechten, diese Würde auch einzufordern. Im Lichte ihres Glaubens an einen Gott, der ihnen das „Leben in Fülle“ verheißt, deuten sie ihre Situation neu und beginnen aufzubrechen und aufzustehen – im vollen Vertrauen auf den Gott, der mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen leidet und aufersteht.

Hinweise zur Verwendung

Die Lichtbildreihe entstand aus jahrelanger persönlicher und pastoraler Erfahrung mit Campesinos in peruanischen Basisgemeinden. Obwohl dem Ausgangspunkt die Erfahrungen aus nur einer Großgemeinde (aber mit 100 Comunidades, Basisgemeinden) zugrunde liegen, sind die Aussagen doch repräsentativ für den kirchlichen Aufbruch in Lateinamerika, wie die zitierten Hirtenworte und Beschlüsse der peruanischen Bischofskonferenz zeigen.

Die Gliederung der Reihe in 6 Teilabschnitte entspricht den Schritten der Evangelisierung, wie sie in Lateinamerika üblich geworden ist: Bewusstwerden der eigenen Situation – Deutung im Lichte des Glaubens bzw. Konfrontation mit der Bibel – prophetisches Handeln (Anklage und Verkündigung).

Obwohl der Schwerpunkt auf der Textinformation liegt und die Dias lediglich der Veranschaulichung dienen, können auch einzelne Bilder mit kurzen Erläuterungen gezeigt werden. Die Reihe eignet sich ebenso zur Meditation ohne nachfolgende Besprechung oder Diskussion, z.B. zum Beginn oder Abschluss einer Veranstaltung. Entsprechend den Gepflogenheiten in Basisgemeinden, jedes Zusammentreffen mit einem Gebet zu beginnen, steht am Anfang der Reihe ein Gebet der Inkas. Zum Abschluss der Veranstaltung eignet sich das im Anhang aufgeführte Vater Unser.

Manche Bilder lassen sich ihrer symbolischen Deutung wegen möglicherweise schwer dem dazu gehörenden Text zuordnen. So wird im dritten Teil Bambamarca zum Symbol für die ganze Welt: In der Stadt leben die Wohlhabenden, die „Nicht-Indios“. Sie leben mit dem Handel und auf Kosten der Indios.* Sie missbrauchen die Religion für ihre eigenen Interessen (Macht und Geld), zur Ausbeutung der Indios und zum Erhalt und zur Rechtfertigung des Status quo. Höhepunkt dieses Kultes ist die Marienprozession, von der die Indios ausgeschlossen sind und bei der die „Herren der Stadt“ die Marienstatue durch die Stadt tragen. Daraus ergeben sich Fragen an uns: Welche Funktion hat bei uns die Religion bzw. an was und wen glauben wir? *

Mit Hilfe der Dia-Reihe soll nicht nur in die Grundlagen einer befreienden Evangelisierung anhand eines konkreten Beispiels eingeführt, sondern unser eigener Glaube vertieft werden. Gelebtes Christentum in einer materialistisch und daher atheistisch geprägten Welt ist notwendiger denn je – nicht nur angesichts einer selbstverschuldeten und existentiellen Bedrohung jeglichen Lebens, sondern weil wir selbst auch Gefahr laufen, auf der Jagd nach dem „Immer Mehr“, unsere eigentliche Berufung zu verfehlen, nämlich Kinder des Einen Vaters (Mutter) zu sein.

Nicht nur der Unterdrückte wird an der Entfaltung seines Menschseins (gewaltsam) gehindert. Auch wer glaubt, sein Heil selbst schaffen zu können, in immer mehr Besitz sein Heil sucht, wer Gott und den Mitmensch aus dem Blick verliert, verfehlt seine Berufung und sein Leben. Auch wir bedürfen einer Befreiung von all dem, was uns daran hindert Gott und den Menschen nahe zu sein. Die Dia-Reihe möchte anregen, dem Gott des Lebens zu vertrauen, aufzubrechen und Ballast abzuwerfen in der Gewissheit, dass Gott uns nicht in der Wüste verdursten lässt, sondern uns den Weg in eine bessere und gerechtere Welt zeigt.

Info vorab: Cajamarca ist eine Diözese in den Anden Nordperus mit etwa einer Million Katholiken und 18 aktiven Priestern (1982). Bambamarca ist eine Pfarrei mit etwa 100.000 Katholiken und flächenmäßig so groß wie die Schwäbische Alb (120 km Durchmesser). Die Stadt selbst hat 5.000 Einwohner. Auf dem Land leben ausschließlich Indios (Campesinos). Die durchschnittliche Höhenlage, knapp über 3.000 m, Regenzeit im Sommer (Oktober bis März) und Trockenzeit im Winter, gleichbleibende Temperaturen das ganze Jahr über (20°C durchschnittliche Tagestemperatur). Größter Industriebetrieb ist Nestlé (Schweiz) mit acht fest angestellten Beschäftigten. Es wird dort u.a. Milchpulver für den Export in die USA hergestellt.

Nach 20-jähriger Pastoralarbeit und Evangelisierung (über 400 Jahre lang waren zwar alle getauft, hatten aber noch nie etwas vom Evangelium gehört) gibt es inzwischen in der Pfarrei Bambamarca etwa 200 einheimische Katecheten (Frauen und Männer – alle Campesinos). Sie sind ehrenamtlich auf Zeit als Gemeindeleiter/in, ausgewählt von der jeweiligen Indiogemeinschaft (Basisgemeinde), ausgebildet und von ihrem Bischof beauftragt. Zu ihren Aufgaben gehören die Spendung der Taufe, Leitung von Bußfeiern, Wortgottesdienste mit Kommunion und kirchliche Eheschließungen.

Von 1968 - 1980 waren in der Gemeinde (nicht gleichzeitig) zwei Priester sowie ein Pastoralreferent tätig. Weitere Informationen enthält das Glaubensbuch der Campesinos von Bambamarca: „Vamos caminando – Machen wir uns auf den Weg“ (Exodus-Verlag, 1983). Im Original: „Vamos caminando – los campesinos buscamos con Cristo el camino de nuestra liberación”, 1976. (Vamos Caminando – wir Campesinos machen uns mit Christus auf den Weg unserer Befreiung).
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I.  Kultur und Geschichte

Die Kultur und Religion der amerikanischen Völker wurde von den christlichen Eroberern als heidnisch und primitiv abgelehnt. Die Indios* wurden als „Wilde“ bezeichnet. Man zerstörte nicht nur ihre Kultur, sondern auch ihre Geschichte und Identität. Voraussetzung einer befreienden Pastoral ist daher die Wiederentdeckung der eigenen Würde, d.h. der eigenen Kultur und Geschichte. (*Mit Zustimmung verantwortlicher Indio-Katecheten und von Bischof Dammert ist in diesen Texten von Indios die Rede - aus Stolz auf die wiederentdeckte eigene Identität und um die Wirklichkeit nicht zu verschleiern).

Aufgabe der Kirche ist es, dieses Wiederentdecken der eigenen Identität mit allen Kräften zu fördern. Sie erfährt dabei selbst auch eine Bereicherung und Vertiefung ihres Glaubens (z.B. eine neue Sicht auf Natur und Gottes Schöpfung, auf Werte wie Gemeinschaft und Solidarität, auf die Deutung des Todes, der Feste und der Rolle des Menschen in der Gemeinschaft). Zu beachten ist freilich, dass auch der Inkastaat kein Paradies auf Erden war und nicht alle Europäer gewissenlose Eroberer waren und sind.

(1) Machu Picchu – die heilige Stadt der Inkas

Höre mich, Schöpfer der Welt, der du den Menschen erschaffen hast aus Erde, Herr aller Herren. Zu dir erhebe ich meine Augen, die verzweifelt dein Angesicht suchen

um dich zu sehen,
dich kennenzulernen,
dich zu betrachten
und dich zu verstehen.
Du aber siehst mich und kennst mich.

Die Sonne, der Mond, der Tag und die Nacht, der Sommer und der Winter, sie kommen und gehen nicht umsonst.
Sie ziehen ihre geordnete Bahn und kommen zur rechten Zeit an.
Höre mich, höre mir zu, lass mich nicht müde werden auf der Suche nach dir, denn sonst würde ich sterben.
(vorkoloniales Gebet der Inkas)

(2)  Getreidespeicher aus der Inkazeit  (Pisac bei Cusco)

Millionen Menschen produzierten vor 500 Jahren Nahrungsmittelüberschüsse  im damaligen Peru. Aus Vorratsspeichern hatte die gesamte Bevölkerung selbst in Notzeiten ausreichende Nahrung. Witwen und Waisen, alte und kranke Menschen wurden mitversorgt und waren nie allein. Jeder hatte, was er zum Leben brauchte.

(3)  Terrassenanlagen bei Chincheros (Cusco)

Hochentwickelte Bewässerungssysteme und Terrassenanlagen bildeten die Grundlage einer blühenden Landwirtschaft. Auf dem fruchtbaren Land wurde das angebaut, was man zum Essen brauchte (Kartoffel, Mais, Quinua usw.). Staat und Gesellschaft waren auf die Befriedigung der fundamentalen menschlichen Bedürfnisse ausgerichtet.

4) „Minga“ – gemeinsame Ernte

An Aussaat und Ernte war die gesamte Indiogemeinschaft beteiligt. In rituellen Festen wurde die Fruchtbarkeit von Mutter Erde beschworen. Es gab keinen Privatbesitz. Es war völlig unbekannt, dass man Erde und Tiere, Wasser und Luft kaufen kann. Kann man denn seine Mutter verkaufen, die Mutter, die den Menschen hervorbringt und die die der Mensch zurückkehrt?

(5) Heiligenprozession in Cusco (Hauptstadt des Inkareiches)

Die Europäer brachten den Untergang. Sie brachten auch eine neue Religion: den Glauben an das Gold und an die Käuflichkeit aller Dinge. Für die Indios war der Gott der Weißen ein blutrünstiger Tyrann. Und viele Indios glauben auch heute noch, dass man diesen Gott nur durch viele Opfer und Gebete besänftigen kann.

(6) Friedhof in La Paz (der Friede)



Von den 14 Millionen Indios lebten nach 150 Jahren Kontakt mit der christlich-abendländischen Zivilisation noch etwa 2 Millionen Indios. Europa erlebte in der gleichen Zeit einen ungeheuerlichen Aufstieg. Der Reichtum und die Entwicklung Europas in der Neuzeit haben mit ihren Ursprung in den Gräbern der Indios (und Afrikaner, Asiaten…).

(7) Indiofrauen am Wegrand (Campesinas, San Pedro)



Und bis heute produziert unser Wohlstand immer mehr Gräber – so viele, dass sie aneinandergereiht (Hungerstote pro Jahr) die ganze Erde umfassen würden. Die Hälfte aller Peruaner sind heute Indios. In ihrem eigenen Land leben sie wie Fremde, ja Aussätzige. Man hat ihnen alles genommen: ihr Land, ihre Religion, ihre Kultur, ihre Geschichte, ihren Glauben an sich selbst. …

(8) Präsident Belaúnde beim Wahlkampf in Cajamarca 1980



Belaúnde, Präsident Perus von 1963 – 1968. Dann wurde er von den Militärs gestürzt, weil er ein riesiges Gebiet im Amazonas-Gebiet an eine nordamerikanische Erdölgesellschaft verscherbelte und die 8 Millionen Dollar in seinen eigenen Taschen verschwanden. Für die Amtszeit von 1980 – 1985 wurde er wiedergewählt. Sein Regierungsprogramm: Nur ausländisches Kapital kann Peru retten. Seither nehmen Hunger und Gewalt in Peru wieder dramatisch zu.
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II. Beschreibung der Situation

Um den Menschen zu verstehen, seine Probleme, Ängste und Sehnsüchte, muss man wissen, wie er lebt. Die Verkündigung des Evangeliums muss ausgehen von der konkreten Lebenssituation des Menschen. Diese konkrete Lebenssituation in Lateinamerika bedeutet für die Mehrheit Hunger und Elend, Unterdrückung und Unfreiheit. Nicht von dieser Situation auszugehen hieße, den Mensch gewordenen Gott zu verleugnen, das Leben, das Leiden und den Tod des gekreuzigten Jesus zu verleugnen. Um zu verstehen, was Hunger bedeutet, genügt es nicht, Statistiken zu studieren. Voraussetzung für eine glaubwürdige Verkündigung ist das Mit-Leiden, das Miteinanderleben und das Sich-Solidarisieren. Solidarität und Liebe verlangen, dass ich in die Situation derer eintrete, mit denen ich mich solidarisiere.

(9) Campesinokinder  (San Pedro)

Die Zeit der Kindheit ist kurz. Häufigste Todesursachen der Kinder sind: Durchfall, Fehl- und Unterernährung, Fieber. Mit sechs Jahren beginnt der Kampf ums Überleben. Von 1.000 Indio-Kindern können nur 2 weiterführende Schulen besuchen und nach 5 Pflichtschuljahren können viele Kinder nur mit Mühe lesen und schreiben. Kinderarbeit ist die Regel.

(10)  Campesinohütte  (Frauenarbeit in San Pedro)

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Frau auf dem Land beträgt 38 Jahre (u.a. auch wegen hoher Müttersterblichkeit), die des Mannes 46 Jahre. Ihre Hauptaufgaben sind: Wasser holen und Brennholz suchen, Sorge um Tiere und Kleinkinder, Kindergebären und Feldarbeit. Auf die Frage, wie viele Kinder sie hat, antwortet sie: „Zehn Geburten und fünf Kinder“. In noch „nicht zivilisierten Indiostämmen“ geht es den Frauen wesentlich besser.

(11)  Jugendliche aus Cortegana (Bambamarca)

Im der Diözese Cajamarca beträgt die Jugendarbeitslosigkeit 85 – 90%. Die „Flucht“ in die Stadt erscheint vielen als einziger Ausweg. Dort erhalten aber nur drei von hundert Neuankömmlingen (Erwachsene miteingeschlossen) eine regelmäßige Arbeit. Elend, Entwurzelung und moralischer Zerfall sind die Folgen. Ein Drittel aller Peruaner (6 - 7 Millionen) leben bereits in der Hauptstadt Lima, davon etwa 4 Millionen in Slums.

(12) „Apotheke“ in Bambamarca

Für die allermeisten Indios ist westlich-medizinische Versorgung unerreichbar. Medizin, Schulsystem, Wirtschaft usw. sind auf die Bedürfnisse einer kleinen Mittel- und Oberschicht ausgerichtet. Für Indios und auch die meisten Mischlinge (Stadtbewohner) gibt es weder Alters- , Kranken- , Arbeitslosen – noch sonstige Versicherungen.

(13) Dürre in Cajamarca

Dürre und Überschwemmungen werden noch von vielen Indios als Strafe Gottes betrachtet. Sie besitzen im Durchschnitt 1 ha Land. Dieses Land liegt meist an steinigen Berghängen, das Land in den fruchtbaren Täler gehört den Nachfahren der Spanier. Eine umfassende Landreform (1969 – 1974) hatte bis auf wenige Ausnahmen kaum Erfolg.

(14) Markt in Bambamarca

Das Wort „Indio“ ist heute ein Schimpfwort. Die Indios heißen heute offiziell „Campesinos“ (Landbewohner). Manche von ihnen haben die jahrhundelange Knechtschaft so verinnerlicht, dass sie glauben, weniger wert zu sein als ein Pferd oder eine Kuh. Ein deutscher Botschaftsangehöriger sagte 1978: „Das größte Problem Perus ist die Tatsache, dass es immer noch zu viele Indios gibt“.
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III. Deuten der Situation

Es genügt nicht, die Situation zu beschreiben oder zu erleben, sondern es gilt, sie zu verändern. Denn im Lichte des Evangeliums wird die weltweit bestehende Situation als unvereinbar mit dem Willen erkannt, als „eine Sünde, die zum, Himmel schreit“ (Medellín 1968). Es sind nicht zuerst Naturgewalten oder blinde Schicksalsschläge, erst recht nicht Gott selbst, die den Menschen ins Elend stoßen.

Ursache für das weltweite Elend der Menschen sind Menschen (oft auch getaufte Menschen), die immer mehr haben wollen, die sich selbst, ihre eigenen Ansprüche und Interessen zum absoluten Maßstab machen. Es sind auch nicht nur einzelne Diktatoren im fernen Lateinamerika oder nur das Versagen einzelner korrupter Regierungen, die für das Elend verantwortlich sind. Jeder von uns, auch die deutsche Kirche, profitiert von der äußerst ungerechten Verteilung der Güter dieser Erde – der Güter, die Gott für alle Menschen geschaffen hat.

Ist es Zufall, dass die (materiell) reichste Kirche der Welt sich gegen das, was in der lateinamerikanischen Kirche neu aufbricht, am heftigsten zur Wehr setzt (und die wohl auch daran ersticken wird)? Gleichzeitig weiß man in unserem Teil der Welt nicht, wohin mit dem Überfluss an Nahrungsmitteln und nahezu allen Gebrauchsgütern. Eine solche Perversität ist unvereinbar mit dem Kommen der Herrschaft Gottes.


(15) „Moderner“ Campesino – "zivilisiert und entwickelt"

Die bestehende Weltordnung basiert auf dem Recht des Stärkeren und der absoluten Vorherrschaft des Kapitals. Der wirtschaftliche Kreislauf wird allein von den Interessen der reichen Länder bestimmt. Er führt zu noch mehr Reichtum in den reichen Ländern und damit zu einer weiteren Verarmung in den armen Ländern. Die Armen dieser Welt werden mit Coca-Cola, Fastfood, Quarzuhren und Kassettenrecorder ruhig gestellt.


16) Moderner Markt in Bambamarca

Aus unserer Sicht sieht das so aus: Wir schaffen uns neue Absatzmärkte, sichern uns wichtige Rohstoffe, erhalten unsere Arbeitsplätze, vermehren unseren Wohlstand, verteidigen dadurch unsere bürgerlichen Freiheiten und den freien Welthandel und sind bereit, für die Erhaltung dieser Ordnung Gottes Schöpfung als Ganzes aufs Spiel zu setzen.

(17) Wäsche im Trinkwasser

Für Peru bedeutet dies (u.a.): Ein Volk, das hungert, pflanzt in den fruchtbarsten Gebieten Baumwolle und Kaffee, Bananen und Futtermittel für unsere Schweine an. Der Staat braucht Devisen für die Rückzahlung der Zinsen, für den Import von Satelliten - TV und zum Kauf von vielen Waffen, um sich vor dem eigenen Volk zu schützen.

(18) Bambamarca (Stadt, Mestizen - im Umland knapp 100.000 Campesinos))

Dieses System der Unterdrückung reproduziert sich in jedem Land bis ins letzte Dorf. Je abgelegener die Indios leben, desto besser und selbstbewusster leben sie (noch). Die einheimischen Oberschichten sind meist willige Marionetten und werden dafür mit Cadillacs und Panzern, Chanel 5 und Pornos belohnt.

(19) Feldarbeit bei Bambamarca

„Dort, wo ungerechte, soziale, politische, wirtschaftliche und kulturelle Ungleichheiten herrschen, wird der Herr abgelehnt. Der Kampf gegen die Ungerechtigkeit unter den Menschen bedeutet erst, dem Herrn gerecht zu werden. Gerechtigkeit üben heißt Gott erkennen und somit ihn lieben“. (Peruanische Bischofskonferenz, 1973)

(20)  Hl. Carmen, auf den Schultern der städtischen Honorationen (welche 4 Wochen später die Katecheten der Pfarrei den Militärs und damit Gefängnis und Folter ausgeliefert haben, Mai 1978). Dominikanerschwestern, die Indiokinder nicht in ihre Schule aufnehmen und den Ortsbischof ignorieren, organisieren die Prozession.

„Es herrscht eine Situation der Sünde, die zum Himmel schreit“ (Lateinamerikanische  Bischofskonferenz in Medellín, 1968). Diese wird mit Gewalt aufrechterhalten. Die Ursünde der Menschen ist: Sich selbst zum Gott (Maßstab) erheben bzw. sich seine eigenen Götter schaffen. Das Nein zu Gott, der unser Heil will, führt zum Brudermord. Die bestehende Situation ist die geschichtliche Ausfaltung dieser „Tod-Sünde“. Sie wird sogar zum – alternativlosen - Grundprinzip unseres Wirtschaftens und Zusammenlebens erklärt.

(21) Hl. Carmen, Schutzpatronin von Bambamarca - d.h. der Händler und Kaufleute, die pro Fest bis zu 100.000 DM ausgeben und die Indios ausschließen.

„Im Lichte der Worte Christi betrachtet werden die armen Völker – nicht nur arm an Lebensmitteln, sondern auch ihrer Freiheit und Menschenrechte beraubt – eines Tages den reichen Völkern zum Gericht werden, die ihnen diese Güter entreißen, indem sie alles für sich allein anhäufen auf Kosten der übrigen.“ (Johannes Paul II, 1984 in Edmonton, Kanada)

(22) Campesinokinder

„Der Glaube lehrt uns, dass der Mensch das Abbild Gottes ist; das heißt, dass er mit unendlicher Würde ausgestattet ist. Wenn man gegen den Menschen Gewalt anwendet, wenn seine Rechte verletzt werden, begeht man ein Verbrechen und beleidigt Gott schwerstens.“ (Johannes Paul II.)

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IV. Aufgabe der Kirche

Wenn die Frohe Botschaft von der anbrechenden Gottesherrschaft Kernstück der Botschaft Jesu ist, dann ist es auch die Hauptaufgabe der Kirche, die Herrschaft von Liebe und Gerechtigkeit zu verkünden und davon Zeugnis in der Welt abzulegen. Zuerst steht aber – wie bei Jesus – der Ruf zur Umkehr. Prophetische Aufgabe der Kirche ist es, den herrschenden Götzendienst, den Tanz um das Goldene Kalb, als das anzuklagen, was es ist: Abfall vom Heilsplan Gottes, Bruch mit Gott und somit Ursache der Zerstörung der menschlichen Gemeinschaft.

Folgen dieses Götzendienstes sind die drohende Zerstörung der Schöpfung Gottes (Natur und Umwelt, Gefahr eines atomaren Holocaust) und über 40 Millionen Hungerstote jährlich auf einer Erde, in der alle Menschen satt werden könnten. Zur Anklage kommt die Verkündigung und Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Die Kirche als Gemeinschaft aller Menschen, die an Jesus den Christus glauben und in seiner Nachfolge leben, verkündet den Anbruch der Gottesherrschaft durch ein lebendiges Zeugnis gelebter Geschwisterlichkeit, weltweiter Gerechtigkeit und Liebe.

(23) Bischof Dammert von Cajamarca in Bambamarca

Diese Welt hört nicht auf die Propheten, die Stimme Gottes und den Schrei der Unterdrückten. Denn sie gelten als Atheisten den herrschenden Götzen gegenüber und werden verfolgt oder vermarktet. Denn sie verkünden das Ende der bestehenden Herrschaften und verkünden stattdessen das Kommen einer neuen Gerechtigkeit. Und die vorkonziliare Kirche, hier vertreten durch die Dominikanerinnen, verbleiben im Bund mit den Mächtigen, den "Fürsten dieser Welt".

(24)  Antonia, 22 Jahre, sechs Geburten, zwei lebende Kinder (mit ihrer Zustimmung veröffentlicht)

So wurde auch Jesus getötet und er wird noch heute millionenfach gekreuzigt in den Opfern der bestehenden Weltordnung. Jesus ist gestorben, damit alle Menschen ein „Leben in Fülle“ haben. Diese Fülle des Lebens wird der Mehrheit der Menschen heute vorenthalten oder gar geraubt.
 

(25) Geburt Jesu inmitten der Campesinos, den "Hirten von Bethlehem"

Wie die Propheten und in der Nachfolge Jesu Christi erhebt die Gemeinde Jesu Christi heute ihre Stimme und klagt an: Der Tanz um das Goldene Kalb tötet nicht nur schon jetzt unzählige Menschen, sondern gefährdet auch das Überleben der gesamten Menschheit, weil die Grundlagen für ein zukünftiges "Leben in Würde" auf dem Altar des Profits geopfert wird. Und zugleich verkündet sie einen neuen Himmel und eine neue Erde als Heimat aller Menschen.

(26)  Festessen in einer Indio – Hütte (hier mit Meerschweinchen)

Die Botschaft von Jesus dem Christus ist für die Armen eine Frohe Botschaft, eine Botschaft der Befreiung von den todbringenden Mächten und von allen Götzen, die den Menschen versklaven. Für Reiche ist sie ein Ruf zur Umkehr. Aber für Reiche ist es sehr schwer umzukehren. ...

(27)  Gemeinsames Festmahl - Feier einer realen (!) Eucharistie - der Indios in einer Basisgemeinde

Das Kommen der Herrschaft Gottes, Kernstück der Verkündigung Jesu, steht in totalem Widerspruch zu dieser real existierenden Welt. Sie ist ein Zustand, wo Liebe und Gerechtigkeit die obersten Maßstäbe sind. Dieser Zustand hat mit Jesus begonnen; an uns liegt es, ihn auszubauen in der Gewissheit, dass Gott uns dies alles schenken wird. Zeichen dieser neuen Gemeinschaft ist das Brotteilen, d.h. all dessen, was der Mensch zu einem Leben in Würde braucht. Wo dies geschieht, ist Jesus als Christus präsent.

(28) Neues Wasser für eine Basisgemeinde (Einweihung eines Kanals nach Freilegung einer Quelle)

Glaube an Jesus Christus heißt, Jesus nachzufolgen. Es bedeutet, vom Tod (Egoismus mit all seinen Folgen) über das Kreuz zum Leben überzugehen. Zum Leben überzugehen heißt aufzustehen, den anderen Schwester und Bruder werden – vor allem denen, die unter die Räuber gefallen sind. Leben heißt lieben. Die Kirche Jesu Christi ist Zeuge dieser Liebe, dieser Befreiung, dieses neuen Lebens – oder sie ist nicht die Kirche Jesu Christi, sondern des Mammon.
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V. Die Praxis der Kirche – eine Praxis der Befreiung

Dieses lebendige Zeugnis stellt sich im Kontext Lateinamerikas als ein Eintreten für die fundamentalen Rechte und die Würde des Menschen als Kind Gottes dar. Menschenwürdig leben heißt: ausreichend Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf, Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung, Ausbildung usw. Die biblische Botschaft wird so als eine befreiende Botschaft erfahren.

Ausgangspunkt ist die Begegnung mit dem lebendigen Christus, der als Mensch und Gott erfahren wird, der mitleidet, der sich solidarisiert - gerade mit den Ärmsten - der gekreuzigt wird und aufersteht. Dadurch wird der Teufelskreis von Egoismus, Habgier und Götzendienst gesprengt und jeder Mensch hat die Chance, ein neuer Mensch zu werden.

Diese Glaubenserfahrung ermächtigt die Indios (stellvertretend) gegen Ungerechtigkeiten und Verletzungen ihrer Würde aufzustehen, ja ihr Leben zu riskieren, gerade auch im Einsatz für den Mitmenschen. Sie erfahren am eigenen Leib Verfolgung, Verhaftung und Folterung, wie Jesus selbst, weil er sich gegen die „Mächte des Todes“ zur Wehr setzte. Aber gerade so entdecken sie Jesus den Christus, seine Worte und seine Taten, als Grund und Mitte ihres Lebens, als Brot des Lebens, ohne das sie verhungern. So werden sie selbst zum Brot des Lebens für andere, für ihre Gemeinschaft und für alle, die Hunger haben nach dem befreienden Gott und dem täglichen Brot.

(29) Kurs für Katecheten

Im gemeinsamen Kennenlernen der Bibel entdecken die Indios einen Gott, der auf ihrer Seite steht und der sie in die Befreiung ruft. Sie entdecken und erfahren sich als Kinder Gottes, deren Würde und Rechte aber mit Füßen getreten werden. Sie lernen die Ursachen der Unterdrückung kennen.

(30) Jugendliche stellen die Passion Christi dar

Geburt, Leben und Tod Jesu Christi haben eine reale Beziehung zu ihrem eigenen Leben. Sie übertragen die Bibel direkt auf ihr Leben. Tod und Auferstehung Jesu sind für sie unmittelbar erfahrbar. Gott selbst macht sich mit ihnen auf den Weg und deswegen führt ihr Weg auch zum Ziel.

(31) Basisgemeinde bei Bambamarca (vor gemeinschaftlich erbauter Kapelle)

Nur gemeinsam können sie sich auf den Weg machen. In Basisgemeinden treffen sie sich regelmäßig, um über das Wort Gottes und über ihre Sorgen und Freuden zu sprechen. Sie sind das auserwählte Volk Gottes auf dem Weg aus der Sklaverei in die Befreiung – eine Befreiung, die ihre Vollendung allein in Gott findet.

(32) Kanalbau in San Pedro

Anknüpfend an alte Traditionen werden in Gemeinschaftsarbeit gemeinsame Projekte geplant und durchgeführt. So werden Terrassen und Bewässerungskanäle neu angelegt. Neben konkreten materiellen Verbesserungen sind ein neues Gefühl der Verantwortung, der Gemeinschaft und ein neues Selbstbewusstsein das Ergebnis.

(33) Agrargenossenschaft der Campesinos in Bambamarca

Das neue Selbstverständnis der bisher ausgeschlossenen Indios führt zu Konflikten mit denen, die bisher von der Armut und Verdummung der Indios gut gelebt haben. Campesinos werden denunziert eingesperrt, misshandelt und getötet. So kommt zu der strukturellen Gewalt (Elend, Unterdrückung) eine zweite Gewalt dazu (Gefängnis, Folter, Mord). Allein durch diese letztere Gewalt kamen 1982 in Peru 8.000 Menschen ums Leben. In Bambamarca wurden Katecheten, Mitglieder der Genossenschaft und Leiterinnen von Mütterklubs (u.a.) verhaftet und ins Gefängnis geworfen.

(34) Campesina beim Brotbacken

Neben den Kursen für Katecheten und zukünftige Diakoninnen gibt es noch weitere Kurse für „Gesundheitshelferinnen“ (Hygiene, Vorsorge, Naturheilkunde), für Jugendliche, für Ehepaare einschließlich Familienplanung, landwirtschafte Grundkurse, zu Ernährung usw. (Eigentlich lassen sich diese Kurse nie so genau abgrenzen, denn in allen Kursen sind die Bibel, der jeweilige Kontext wie die Ausgangssituation, die Deutung im Lichte der Bibel und die daraus folgende Praxis zentrale Themen).
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VI. Unterwegs zu der "Einen Kirche" - der katholischen (weil allumfassenden) Kirche Jesu Christi


Und wir? Leben wir nicht in einer anderen Welt als die Indios? Von was sollen wir denn befreit werden, uns geht es doch gut? Nun, wir leben in der gleichen Welt und wir haben das gleiche Evangelium! Wir leben in einer Welt, in der sich Reichtum und Armut gegenseitig bedingen. Genau wie sich die Indios fragen, warum sie so arm sind, müssen wir uns fragen, warum wir so reich sind. Auch das Evangelium ist dasselbe. Aber wer ist Jesus für uns? Ist Jesus wirklich Fundament, Mitte und Ziel unseres Lebens, Brot des Lebens, ohne das wir verhungern? (In Gottesdiensten sagen wir das zwar sehr routiniert, aber in Wirklichkeit…?).

Haben wir nicht schon alles und wieso bedürfen wir der Befreiung (Erlösung)? Doch dies ist eine wahrhaft gottlose Frage. Vielmehr sollten wir uns fragen, welche Götter uns versklaven, welche Götzen wir anbeten, was uns daran hindert aufzubrechen, bisher Gewohntes aufzugeben und allein auf Gott zu vertrauen. Die Jüngerinnen und Jünger Jesu sind dem Ruf Jesu gefolgt, ebenso viele Katechetinnen (u.a.) in Basisgemeinden der Diözese Cajamarca.

Es geht nicht zuerst um die Frage, was wir von der lateinamerikanischen Kirche übernehmen können und was nicht. Es geht vielmehr um die Frage, ob wir bereit sind umzukehren, uns ganz auf Jesus einzulassen, die Götzen von ihrem Thron zu stoßen und zusammen mit den von Jesus Seliggepriesenen am Reich Gottes mitzuarbeiten.

(35) Indios auf dem Weg in die Stadt Bambamarca, zum Markt

Die Kirche Jesu Christi ist die Gemeinschaft aller Menschen, die an Jesus den Christus (Messias) glauben. Kann aber eine Gemeinschaft, in der einen auf Kosten des Elends und des Todes der anderen leben, die Kirche Jesu Christi sein? Über 80% aller Bundesbürger, darunter auch viele Politiker und Bischöfe, bekennen sich zum Christentum. Und was bedeutet dies?

(36) Santiago Leiva, einer der weltweit ersten Indio-Katecheten (1969)

„Ich kann nicht den Leib und das Blut Christi empfangen, wenn ich nicht gleichzeitig solidarisch werde mit seinen bevorzugten Brüdern, den Armen. Ich kann nicht das Brot des Herrn empfangen, wenn ich nicht selbst zum Brot und zur Verheißung werde für die Armen.“ (Pater Kolvenbach, Jesuitengeneral). Brot für andere werden heißt Gerechtigkeit schaffen.

(37) Campesina unterweist ein deutsches Mädchen

Die Armen sind unsere Hoffnung. Ihr Ruf nach Brot und Gerechtigkeit ist das Wort des gekreuzigten Gottes an uns Eingeschlossene. Sich öffnen und Hören wäre der erste Schritt zur Bekehrung. Sind wir fähig und bereit zu hören, zu lernen, uns in Frage stellen zu lassen, aufzubrechen, ohne Absicherungen, nur im Vertrauen auf Gott – oder was hindert uns daran?

(38) Don Lorenzo Vigo, Pfarrer von San Pedro (auf dem Weg zu den Indios)

Auch wir sind zum Hochzeitsmahl eingeladen. Die Frohe Botschaft kann auch für uns zu einer Botschaft der Befreiung und Erlösung werden, wenn wir bereit sind, die herrschenden Götzen zu stürzen. Nach Martin Luther ist dem Menschen sein Gott das, woran er sein Herz hängt. An was hängen wir unser Herz? Der Glaube an den einen Gott der Bibel, der sein versklavtes Volk in die Freiheit führt, ist unsere einzige Chance.

(39) Treffen zweier Partnergemeinden (1978, St. Martin, Dortmund – San Carlos de Bambamarca)

Zu echter Hilfe sind wir dann fähig, wenn wir uns selbst helfen lassen. Echte Hilfe ist dann möglich, wenn wir bei uns – in uns und um uns – Entscheidendes ändern. Echte Hilfe ist möglich, weil (wenn) wir alle – in Peru und in Deutschland – an den selben Gott glauben. Tun wir das, dann sind wir und unsere Hilfe in Peru willkommen.

(40)  Campesina (64 Jahre)

„Um des gekreuzigten Willen beschwöre ich Euch: Lasst den Herrn in den Not leidenden  Brüdern nicht vergeblich rufen. Sonst entfernt das Kreuz von allen Wänden, holt es von allen Türmen; denn es ruft das Gericht über ein Land, das sich christlich nennt und stattdessen das Gesetz der Selbstsucht erfüllt.“ (Kardinal Döpfner, 1963, München )


Weitere eigene Bilder aus Bambamarca (alle vor 1980)

 

Pause nach gemeinsamer Feldarbeit

 

"Wohnstube" und Küche in einer Lehmhütte

 

 

Gemeinsam auf dem Weg zu Kapelle...

 

 

 

 

 

Zum sonntäglichen Viehmarkt in Bambamarca

 

 

Blick auf Mütterclub San Vicente, einer der 6 Mütterclubs der Partnergemeinde San Pedro in Cajamarca (St. Georg, Ulm)

 

 

Kanalbau für 3 Comunidades in San Pedro - El Cumbe, "Eigenbau" der Campesinos

 

Auf dem Weg (über den Abgrund...) zu und mit den Campesinos. Besuch der Partnergemeinde St. Martin, Dortmund in Bambamarca 1978

 

 

 

Yuca-Ernte (bzw. Maniok)

 

Einfahrt in eine Hazienda

 

Kanalbau San Pedro und....

 

gemeinsames Essen nach der Arbeit

 

und ausnahmsweise dürfen zu Frauen den Männern bei der Arbeit mal zuschauen - nachdem sie das Essen gebracht hatten.

Die gemeinsame Arbeit und das gemeinsame Essen mündet in eine gemeinsame Feier und mit Gottesdienst.....