Gerechtigkeit – Bewahrung der Schöpfung

Abendländische und andine Kosmovision - ein Vergleich

Abendländische und andine Kosmovision – ein Vergleich

Vorbemerkung

Es wird meist als selbstverständlich vorausgesetzt, dass das Christentum als eine europäische Religion verstanden wird. Dabei wäre eine Untersuchung über die geglückte oder nicht geglückte Inkulturation des Evangeliums als Zeugnis einer vorderasiatischen bzw. morgenländischen (!) Religionskultur in Europa vermutlich dringlicher und spannender als die entsprechenden Untersuchungen in Bezug auf Amerika. Dabei könnte die Frage aufgeworfen werden, ob das Evangelium dem Verständnis der indianischen (auch afrikanische, etc.) Völker nicht viel näher ist als den Völkern Europas und ob daher das Evangelium nicht auf dem „Umweg“ über die nichteuropäischen Völker die Europäer lernen könnten, das Evangelium unter Beachtung interkultureller Kriterien besser zu verstehen bzw. neu zu entdecken.

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Agenda 2030 - Thesen

Dortmunder Thesen (22. Juni 2019 - im Rahmen des EV. Kirchentages)

Wir bekennen uns zu den Zielen des konziliaren Prozesses Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung von 1983. Diese Ziele bilden eine untrennbare Einheit. In der DDR hat dieser Prozess wesentlich zum Fall der Mauer durch die friedliche Revolution in der DDR beigetragen. Weitere Mauern müssen fallen. Wir setzen uns für ein gutes Leben für alle innerhalb der planetarischen Grenzen unserer Erde ein. Deswegen arbeiten wir an der Überwindung eines auf Wachstum, Wohlstand und Geldvermehrung angelegten Lebensstils der Gesellschaften im globalen Norden und der reichen Oberschichten im globalen Süden.

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Religion und Entwicklung

Religion und Entwicklung - Thema der Jahreskonferenz 2017

Mit Blick auf das weltkirchliche Engagement von Hilfswerken, Orden etc. besteht zwischen Religion und Entwicklung eine enge Verbindung. Gibt es auch Bereiche, wo Religion und Entwicklung sich ausschließen bzw. ein Widerspruch sind? Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor: „Die religiöse Verankerung spielt eine zentrale Rolle für das Engagement der Werke der Entwicklungszusammenarbeit, diözesanen Partnerschaften, Hilfswerke, Orden, Eine-Welt-Kreise in den Pfarreien – so auch für Misereor. Auch andere Kirchen und Religionsgemeinschaften werden von ihren Glaubensgrundlagen her zum Einsatz für Entwicklung motiviert.“ Kann aber Religion nicht einer Entwicklung auch - mitunter sogar fundamental - im Wege stehen?

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