Spiritualität

 

Spiritualität wird hier als Kraft verstanden, sein Leben im Geiste und in der Nachfolge Jesu zu gestalten. Spiritualität bedeutet aus der Sicht der Armen, Gott inmitten ihres Leides und ihrer Hoffnungen als ein Gott des „Lebens in Fülle“ zu entdecken, der mit ihnen ist und sie führt. Aus der Sicht der „Reichen“ bedeutet Spiritualität, im leidenden Nächsten, das Antlitz des Gekreuzigten zu entdecken, sich mit dem Armen auf den Weg machen und mit ihm zusammen seine Sehnsucht nach dem Reich Gottes zu formulieren und im „Hier und Heute“ Gestalt zu verleihen.

Mensch, wo bist du?

„Mensch, wo bist du?“ Das Hungertuch der Misereor-Fastenaktion 2019/20

In Gen 3 wird der „Fall des Menschen“ geschildert. Entgegen seiner ursprünglichen Berufung, einem Leben in Gemeinschaft mit Gott und mit allen Menschen, will er sich selbst an Gottes Stelle setzen. „Ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse“, sagte die Schlange (Gen 3,5). Und Adam, der Mensch, lässt sich „verführen“. Er macht sich selbst, seine eigenen Bedürfnisse und Interessen, zum obersten Maßstab. Mehr haben und mehr sein als der Andere ist das Ziel dieser Art von Menschwerdung.

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Jesus und das Gesetz

Von Reinheit und Unreinheit – Jesus und das Gesetz (Mk 7, 1-23)

Einleitung

Die Exegese von Mk 7, 1-23 scheint auf die Schnelle (und traditionell) betrachtet einfach. Denn es liegt auf der Hand und ist einsichtig: Nicht durch äußerliche Verschmutzung wie z.B. ungewaschene Hände und Gefäße wird der Mensch unrein oder fällt gar in Ungnade, sondern durch das, was der Mensch tut bzw. wie er sich anderen Menschen gegenüber verhält. Jesus stellt sich damit auch in die Reihe der großen Propheten und zitiert Jesaja: „Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen“. Jesus folgert daraus: „Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen“ (Mk 7, 8).

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Hunger nach Gerechtigkeit

Vorbemerkung (2006): Bischof Georg Moser war verhindert. Im Mittelpunkt der Misereoraktion standen Peru und Bolivien. Ich hatte schon öfters mit Misereor zusammen gearbeitet, ebenso war ich in der Diözese wegen vieler Vorträge, Seminare und auch meiner Ausstellung „Kirche der Befreiung“ bekannt. Darum bat man mich die Predigt zu übernehmen, entsprechend dem Thema der Fastenaktion von 1987: „Hunger nach Gerechtigkeit“.

- Im Anschluss das Grußwort von Bischof Moser und sein Dankesbrief an mich -

Predigt aus Anlass der zentralen Eröffnung der MISEREOR - FASTENAKTION der Diözese Rottenburg - Stuttgart in Wasseralfingen am 8. März 1987.

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