Gerechtigkeit – Bewahrung der Schöpfung

Kirchen, engagiert Euch!

Da ich aufgrund meiner Mitarbeit in einer befreienden Sozialpastoral in Lateinamerika schon immer auch für wirtschaftlich-politisch-soziale Fragen und Lösungen hierzulande offen war, bekam ich oft die Frage zu hören: „Was hat denn die Kirche (bzw. Religion) damit … zu tun?“  Diese Frage ist gottlob etwas seltener geworden seit Papst Franziskus.

Ein Bündnisvon Gewerkschaften, Sozial-, Umwelt-, Verbraucher- und Verbändender Entwicklungszusammenarbeit bereitet für den 17. September eine bundesweite Großdemonstration gegen TTIP und CETA vor. Dabei kann man sich auf eine wachsende Zahl von regionalen Bündnissen stützen. Diese werden zunehmend auch von Kommunen unterstützt, geht es  doch um allgemeine Fragen des Gemeinwohls und der Daseinsvorsorge. Die zentralen Kritikpunkte müssen hier nicht wiederholt werden, siehe dazu u.a. TTIP – Kampf um die letzten Ressourcen.

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Ernährungssicherheit - weltweit?

Ernährungssicherheit – aktuelle Gefährdungen am Beispiel Lateinamerika
 
„Das Recht auf ausreichende und ausgewogene Ernährung (einschließlich sauberes Wasser) ist ein grundlegendes Menschenrecht. Es wird aber systematisch und gezielt verletzt. Diesem weltweiten Terror fallen nicht nur täglich immer noch Tausende Kinder zum Opfer, sondern er gefährdet auch die Zukunft der gesamten Menschheit.“ 
So lautet meine Programmankündigung für meinen Vortrag und den Workshop auf der Jahresversammlung von Oikocredit in Tübingen am 17. Mai 2014. Im Januar 2014 wurde ich als Vertreter der Kath. Kirche in den Vorstand von Oikocredit berufen.

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Fluchtursachen in Amerika

Fluchtursachen in Lateinmerika

Die Hazienda umfasst 120 km². Sie liegt in einem grünen Tal in den Anden, mit viel Wasser und fruchtbaren Weiden. Dort weiden Zuchtstiere und in tiefer gelegenen Gebieten lässt der Besitzer Kaffee anbauen. Die Randzonen gegen die Berge hin liegen brach, sie zu bewirtschaften lohnt  sich nicht. Noch weiter, die steilen und steinigen Bergabhänge hinauf , wohnen etwa 3.000 Campesinos (Indios). Ihnen stehen pro Familie 1 ha zur Verfügung. Das reicht nicht zum Leben. Weil sie keinen Ausweg wissen, beschließen sie, auf einem Teil des brachliegenden Landes der Hazienda Kartoffeln anzupflanzen. Kurz vor der Ernte erfährt der Grundeigentümer davon. Er fordert eine Militäreinheit an, die sofort angreift. Sie eröffnet ohne Vorwarnung aus zwei Hubschraubern heraus das Feuer. 6 Menschen werden getötet, 21 schwer verletzt, zusätzlich werden auch die Kartoffelfelder zerstört....

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