Gerechtigkeit – Bewahrung der Schöpfung

Agenda 2030 - Thesen

Dortmunder Thesen (22. Juni 2019 - im Rahmen des EV. Kirchentages)

Wir bekennen uns zu den Zielen des konziliaren Prozesses Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung von 1983. Diese Ziele bilden eine untrennbare Einheit. In der DDR hat dieser Prozess wesentlich zum Fall der Mauer durch die friedliche Revolution in der DDR beigetragen. Weitere Mauern müssen fallen. Wir setzen uns für ein gutes Leben für alle innerhalb der planetarischen Grenzen unserer Erde ein. Deswegen arbeiten wir an der Überwindung eines auf Wachstum, Wohlstand und Geldvermehrung angelegten Lebensstils der Gesellschaften im globalen Norden und der reichen Oberschichten im globalen Süden.

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Gekaufte Agrarpolitik

Agrarpolitik gekauft ? Wie Industrie und Agrarlobby durchregieren. 

Die EU verklagt Deutschland, endlich die „Gülleflut“ auf den Feldern zu begrenzen, denn diesbezüglich sei bisher seitens der Bundesregierung nichts geschehen. Eine der Hauptforderungen der Proteste gegen diese Art von Agrarpolitik ist, die Agrarsubventionen anders als bisher zu verteilen. Ökologische Landwirtschaft soll belohnt werden. Jährlich werden europaweit 65 Milliarden Euro ausgegeben. Dies ist der größte Posten im EU-Haushalt. Doch diese Milliarden fließen überwiegend in eine industriell betriebene Landwirtschaft. Große Agrarkonzerne teilen sich das sehr profitable Geschäft, erhalten den Großteil der Subventionen (Steuergelder!) und der Verbraucher bekommt als „Gegenleistung“ billige Nahrungsmittel. Also alles in Butter?

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Religion und Entwicklung

Religion und Entwicklung - Thema der Jahreskonferenz 2017

Mit Blick auf das weltkirchliche Engagement von Hilfswerken, Orden etc. besteht zwischen Religion und Entwicklung eine enge Verbindung. Gibt es auch Bereiche, wo Religion und Entwicklung sich ausschließen bzw. ein Widerspruch sind? Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor: „Die religiöse Verankerung spielt eine zentrale Rolle für das Engagement der Werke der Entwicklungszusammenarbeit, diözesanen Partnerschaften, Hilfswerke, Orden, Eine-Welt-Kreise in den Pfarreien – so auch für Misereor. Auch andere Kirchen und Religionsgemeinschaften werden von ihren Glaubensgrundlagen her zum Einsatz für Entwicklung motiviert.“ Kann aber Religion nicht einer Entwicklung auch - mitunter sogar fundamental - im Wege stehen?

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