Kirchenreform

Wer mit Recht vom Konzil spricht, mag bitte bedenken, was dieser Aufbruch der Kirche gerade für die am meisten Benachteiligten weltweit bedeutet hat.  Die Bedürfnisse, Bedrückungen und Sehnsüchte dieser Menschen zum Maßstab nehmen, bedeutete für Millionen Menschen, dass sie zum ersten Mal als Menschen und Kinder Gottes, ausgestattet mit einer unendlichen Würde, wahrgenommen wurden – ein Beispiel einer befreienden Praxis.

Bilanz "aktion hoffnung" 2008

Liebe Leserin, lieber Leser,    (zum Jahresbericht 2008)

zum ersten Mal darf ich mich als Vorsitzender der „aktion hoffnung“ an Sie wenden. Ich wusste zwar schon länger von der guten Arbeit der „aktion hoffnung“ und ich war auch schon in den 80er Jahren als Kleidersammler in Ulm unterwegs und kenne die Sammelzentrale in Laupheim. Nach meiner Wahl zum Vorsitzenden und nach einem genaueren Einblick in die Daten und Fakten war ich dennoch überrascht, wie gut die „aktion hoffnung“ aufgestellt ist. Und das nicht nur finanziell (siehe „aktion hoffnung“ in Zahlen)!

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Papst Franziskus - eine 1. Einschätzung

Zur Erinnerung: Heute vor 4 Jahren: (Siehe auch 2. Einschätzung am 18. März 2013)

Erste Einschätzung zur Papstwahl - am 2. Tag nach der Wahl am 13. März 2013

(Mail an verschiedene Netzwerke und Reformgruppen)

Anbei meine Antwort (sehr vorläufig) auf an mich gerichtete Anfragen zu meiner Einschätzung eines Papstes aus Lateinamerika und den Vorwürfen zur Juntanähe in den  Jahren 1976 – 1983.

Über Kardinal Bergoglio habe ich schon 2005 recherchiert, denn damals wurde er schon beinahe Papst. Nun habe ich gestern den ganzen Tag vor allem spanische Texte gelesen, vorwiegend aus Argentinien selbst, darunter auch Predigten, Ansprachen des Kardinals. Habe auch entdeckt, dass selbst die großen deutschen Tageszeitungen und Magazine wohl ungeprüft nahezu gleichlautend Meldungen übernehmen, die auch Unwahrheiten enthalten (verständlich wegen der Eile - ?).

Hier zusammengefasst folgende - persönliche - Eindrücke:

 - Möglicherweise gewinnen jetzt die zentralen Aussagen der christlichen Botschaft (siehe Anhang) wieder mehr Bedeutung, die ansonsten in der Euro-Kirche kaum mehr wahrgenommen werden - außer bei Misereor, u.a..

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2. Welttreffen der Volksbewegungen

Wir sagen nein zu allen Formen der Kolonialisierung

Ansprache von Papst Franziskus beim Welttreffen der Volksbewegungen, Santa Cruz, Bolivien, am 9. Juli 2015

Gott hat es gewährt, dass wir uns heute ein weiteres Mal sehen. Die Bibel erinnert uns daran, dass Gott die Klage seines Volkes hört, und auch ich möchte erneut meine Stimme mit der Ihren vereinen: Grund und Boden, Wohnung und Arbeit für alle unsere Brüder und Schwestern! Das habe ich gesagt, und ich wiederhole es: Es sind unantastbare Rechte. Es lohnt sich, es lohnt sich, für sie zu kämpfen. Möge die Klage der Ausgeschlossenen in Lateinamerika und auf der ganzen Erde gehört werden!

1. Beginnen wir mit der Einsicht, dass wir eine Veränderung brauchen. Damit es keine Missverständnisse gibt, möchte ich klarstellen, dass ich von den gemeinsamen Problemen aller Lateinamerikaner – und generell der ganzen Menschheit – spreche. Von Problemen, die globalen Charakter haben und die heute kein Staat im Alleingang lösen kann. Nach dieser Klärung schlage ich vor, dass wir uns folgende Fragen stellen:

Sehen wir ein, dass etwas nicht in Ordnung ist in einer Welt, in der es so viele Campesinos ohne Grund und Boden, so viele Familien ohne Wohnung, so viele Arbeiter ohne Rechte gibt, so viele Menschen, die in ihrer Würde verletzt sind?

Sehen wir ein, dass etwas nicht in Ordnung ist, wenn so viele sinnlose Kriege ausbrechen und  die brudermörderische Gewalt sich selbst unserer Stadtviertel bemächtigt? Sehen wir ein, dass etwas nicht in Ordnung ist, wenn der Boden, das Wasser, die Luft und alle Wesen der Schöpfung einer ständigen Bedrohung ausgesetzt sind?

Sagen wir es ganz unerschrocken: Wir brauchen und wir wollen eine Veränderung.

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