Kirche

Kirche

Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Kreuzweg von Bambamarca- heute

Der Kreuzweg von Bambamarca - heute

Das biblische Gleichnis vom Sämann ist bei den Campesinos sehr populär, ebenso das Bild von dem Weizenkorn, das sterben muss, damit daraus Nahrung und Leben für eine menschliche Gemeinschaft entstehen kann. Diese biblische Sprache gleicht der alltäglichen Sprache der Campesinos und der Wahrheitsgehalt dieser Bilder erweist sich in ihren alltäglichen Erfahrungen - sei es direkt in der Natur oder im Leben jedes einzelnen Menschen. So ist in der Diözese Cajamarca und noch mehr in Bambamarca heute die Rede von einem Sämann sehr verbreitet, der eine frohe Botschaft gebracht hat und dessen Saat sowohl auf fruchtbaren als auch auf steinigen Boden gefallen ist.

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Misereor "verkauft" Musterprojekt

Das Wasserprojekt von Bambamarca und die Rolle von Misereor

Im Jahre 1993 übergaben die gewählten Vertreter von 18 Comunidades aus Bambamarca Misereor die Bitte, ihnen bei einem Wasserprojekt zu helfen, das die 18 Comunidades mit Wasser versorgen soll. Das Projekt wurde dann am 1.4. 1994 begonnen. Die Leitung des Projektes hatte das DAS (vormals die Sozialabteilung der Diözese), in dem Mitarbeiter tätig waren, die von der Sozialpastoral Bischof Dammerts geprägt sind und sich einer Kirche der Campesinos verpflichtet fühlen. Misereor stellte dieses Projekt mit Recht als Musterprojekt der deutschen Öffentlichkeit vor. Auch vom Volumen her (1, 1 Millionen Dollar) war es eines der größten Projekte Misereors. Nach der vorzeitigen Beendigung des Projektes stellt sich die Situation aber folgendermaßen dar (bis Sommer 2001, weitere Entwicklung bis 2002 s.u.):

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Römische Kirche versus Konzil

Bischof Simón Piorno, Nachfolger von Bischof Dammert (1962 - 1992), wurde laut seinen eigenen Aussagen von Rom mit dem expliziten Auftrag nach Cajamarca geschickt, all das zu zerstören, was von und mit Bischof Dammert aufgebaut worden war (siehe auch den Bericht: "Der Nuntius verunglimpft Konzil"). Mir persönlich versprach Bischof Simón 1993, dass er das "Unkraut vertilgen wird, das unter Dammert gesät worden war"; dass besonders in Bambamarca "Köpfe rollen werden" (bezogen vor allem auf die Katecheten) und dass er die wahre Kirche wieder aufbauen werde. Deutsche Bischöfe, vor allem die Erzdiözese Freiburg in Vertretung von Prälat Wolfgang Sauer, solidarisierten sich völlig mit Bischof Simón und warfen mir vor (und allen, die an der Studie beteiligt sind: Elmar Klinger, Ottmar Fuchs etc.), die Kirche zerstören zu wollen. (siehe auch, u.a.:  "Der Bischof, das Gold und die Campesinos")

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Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Beiträge als Mitglied von....

Eigene  Gemeinde "Zum Guten Hirten", Ulm-Böfingen - Gesamkirchengemeinde Ulm (im Leitungsteam) und Dekanat Ehingen-Ulm (im Leitungsteam).

auf Diözesanebene:

Diözesanausschüsse "Eine Welt" und "Nachhaltige Entwicklung", AG Öffentlichkeitsarbeit der Diözese - Vorsitzender der "aktion hoffnung" (Verbände) bis Ende 2015 - im Netzwerk von 8 Reformgruppen (Kirchenerneuerung) der Diözese, Vorstand Oikocredit, Rat der Kirchen, u.a.

Die Römische Kirche ... im Gegensatz zur katholischen (allumfassenden) und evangelischen (vom Evangelium ausgehenden) Kirche ....      

 

Ausgehend von den Erfahrungen der Überlebenden der Eroberung und Zerstörung durch die Europäer und deren theol. Rechtfertigung durch die Kirche, soll hier anhand konkreter Beispiele  aufgezeigt werden, dass sich bis heute (abgesehen von der kurzen Epoche eines Aufbruchs infolge des 2. Vat Konzils) wenig in den letzten Jahrhunderten geändert hat. Kann man heute zwar nicht mehr von systematischem Völkermord sprechen, so doch von systematischer Ausbeutung und Ausgrenzung vor allem der indigenen Bevölkerung. Diese - aber auch immer mehr "Einwanderer" - leben mehrheitlich in absoluter Armut. Dies ist aber kein Zufall, sondern so gewollt und das Ergebnis einer ganz bestimmten Wirtschaftspolitik und der sie begründenden Werte.

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"Die Kirche der Nacht", von José Espíritu, Campesino und Katechet, Bambamarca.

 

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