Kirche

Kirche

Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Frieden jetzt - Kolumbien

Frieden und Versöhnung

Die Einsicht in die von Europa ausgehende falsche Kosmovision mit ihren vielen Opfern wäre die Voraussetzung für eine Umkehr, für Versöhnung und für einen globalen Neuanfang (der im lokalen beginnt). Wir Christen haben die entsprechende Botschaft, auch immer wieder konkrete Beispiele einer befreienden Praxis. In der Runde fragte ich, ob diese Art von Umkehr und anstehender Versöhnungsarbeit nicht eine der zentralen Aufgaben und Herausforderungen von Theologie und Kirche wäre. Die Antwort von Prof. Justenhoven. „Das muss man so sehen. Da stehen wir aber erst völlig am Anfang!“

PS: Der Präsident der kolumbianischen Bischofskonferenz (Kompromisskandidat zwischen fundamentalistischen Ultras und jüngeren, offeneren Bischöfen) sprach von dem Problem der Rückführung der Binnenflüchtlinge in ihre alte Heimat, nach dem Friedensabkommen. Denn ihr bisheriges Land, wofür sie keine Eigentumstitel hatten, ist nun in der Hand von neuen Eigentümern (u.a. Konzerne, etc.) und da könne man als Kirche nicht daran rütteln. Ich schlug vor, an die kath. Soziallehre zu erinnern: „Die Erde ist uns nur geliehen. Sie ist geschaffen, dass alle Kinder der Erde, Anteil an ihren Früchten haben. Das absolute und unbeschränkte Recht auf Befriedigung fundamentaler menschlicher Bedürfnisse für alle steht über dem Recht auf maßlose Aneignung Einzelner auf Kosten des Volkes. Dies ist für uns als Christen und als Kirche nicht verhandelbar!“

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Ist Afrika noch zu retten?

Ist Afrika noch zu helfen? – Zur Misereor-Fastenaktion 2017

Wenn die Lebensgrundlagen der Menschen in Afrika zum Vorteil von einigen Wenigen und letztlich von uns allen systematisch zerstört werden, dann ist dies - eigentlich - nicht mehr zu ertragen, erstrecht gilt dies für Christen (dies ist auch eine der Hauptaussagen der Botschaften  von Papst Franziskus). Und diese Menschen werden sich auf den Weg machen (müssen) und an unsere Strände gespült werden….! Wie wir uns als Christen stattdessen zu ihnen auf den Weg machen und ihnen entgegen kommen können, ist das Hauptanliegen der Fastenaktion von Misereor. Anhand guter Beispiele kann gezeigt werden, was wir tun können, dass möglichst viele Menschen ein Leben in Würde führen können – in Afrika wie bei uns.

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Simon der Zelot

Die 12 Apostel – Simon der Zelot

Von den meisten der 12 Apostel wissen wir sehr wenig. Der innere Zirkel Jesu bestand aus Petrus, Jakobus und Johannes. Petrus ist uns wohl am besten vertraut. Er war der Sprecher der Zwölf. Andreas war der Bruder, der Petrus zu Jesus brachte, aber ab dann eine untergeordnete Rolle spielt. Andreas und Petrus mit Jakobus und Johannes haben im Fischereigeschäft gemeinsam gearbeitet. Jakobus war der erste Märtyrer der Apostel, während sein Bruder Johannes, laut Kirchengeschichte, der einzige Apostel war, der kein Märtyrer wurde. Simon der Zelot und Matthäus waren auf extrem entgegengesetzten politischen Polen. Die Zeloten kämpften gegen die römische Besatzungsmacht. Simon war bereit für sein Land zu sterben. Matthäus hingegen war als Zöllner und Steuereintreiber Handlanger der Römer.

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Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Beiträge als Mitglied von....

Eigene  Gemeinde "Zum Guten Hirten", Ulm-Böfingen - Gesamkirchengemeinde Ulm (im Leitungsteam) und Dekanat Ehingen-Ulm (im Leitungsteam).

auf Diözesanebene:

Diözesanausschüsse "Eine Welt" und "Nachhaltige Entwicklung", AG Öffentlichkeitsarbeit der Diözese - Vorsitzender der "aktion hoffnung" (Verbände) bis Ende 2015 - im Netzwerk von 8 Reformgruppen (Kirchenerneuerung) der Diözese, Vorstand Oikocredit, Rat der Kirchen, u.a.

Die Römische Kirche ... im Gegensatz zur katholischen (allumfassenden) und evangelischen (vom Evangelium ausgehenden) Kirche ....      

 

Ausgehend von den Erfahrungen der Überlebenden der Eroberung und Zerstörung durch die Europäer und deren theol. Rechtfertigung durch die Kirche, soll hier anhand konkreter Beispiele  aufgezeigt werden, dass sich bis heute (abgesehen von der kurzen Epoche eines Aufbruchs infolge des 2. Vat Konzils) wenig in den letzten Jahrhunderten geändert hat. Kann man heute zwar nicht mehr von systematischem Völkermord sprechen, so doch von systematischer Ausbeutung und Ausgrenzung vor allem der indigenen Bevölkerung. Diese - aber auch immer mehr "Einwanderer" - leben mehrheitlich in absoluter Armut. Dies ist aber kein Zufall, sondern so gewollt und das Ergebnis einer ganz bestimmten Wirtschaftspolitik und der sie begründenden Werte.

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"Die Kirche der Nacht", von José Espíritu, Campesino und Katechet, Bambamarca.

 

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