Kapitalismus

"Der Kapitalismus ist kalt, kalt wie alles, das aus Metall ist. Es interessieren ihn weder die Menschen noch die Völker. Es interessieren ihn allein die Gewinne. Menschen und Völker interessieren ihn nur in dem Maße, in dem sie ihm Gewinne versprechen. Um Gewinne verschlingen zu können, verschlingt er Menschen und Völker. Er ist kalt, er hat kein Herz. Unser Land, wie viele andere Länder in Lateinamerika, ist schon seit langem in die Klauen dieses Monsters gefallen. Wir hängen auf vielfältige Weise von ihm ab. Wir sind sein Spielzeug". (Leónidas Proaño, Bischof von Riobamba, Ekuador 1978)"

Alles Banane!

Alles Banane!

Die United Fruit Company verfolgte ein äußerst erfolgreiches Geschäftsmodell und hatte kein Interesse daran, was dieses Geschäftsmodell für die Menschen und Gesellschaften in den betreffenden Ländern für Folgen hat. Heute geschieht weltweit, was Ende des 19. Jh. im Bananenland exemplarisch seinen Anfang nahm: Weltweit operierende Unternehmen mit dem immer gleichen Geschäftsmodell – nur noch subtiler und noch raffinierter. Global agierende Konzerne haben „naturgemäß“ das Bestreben, alle erreichbaren Ressourcen zu privatisieren und für ihre Interessen zu nutzen. Profitmaximierung, die Vermehrung des (privaten) Kapitals um jeden Preis und als Höchstes Ziel - ist die alles beherrschende Religion unserer Zeit - alternativlos. Sie zerstört menschliche Solidarität und belohnt puren Egoismus.

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Marshall-Plan für Afrika?

Konzerne als Retter? Oder wie man Flüchtlinge produziert!   (Arte-Doku vom 9. Mai 2017)

Weltweit 1 Milliarde Menschen[1] sind von extremer Armut und Hunger betroffen. In Afrika südlich der Sahara ¼ der Bevölkerung - und das trotz (oder wegen?) staatlicher Entwicklungshilfe durch die Industrieländer. Nun setzt man immer mehr auf die Privatwirtschaft. Die Verantwortung für den Hunger in der Welt wird deshalb mehr dem Markt übertragen. Weltweit agierende Unternehmen werden als die neuen Heilsbringer ausgerufen.[2]  Dazu auch:  „Was ist Entwicklung“?

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TIPP - demaskiert!

TTIP – Demaskiert!   -  siehe auch: TTIP - der Kampf um die letzten Ressourcen

„Geheime TTIP – Papiere enthüllt“. „Befürchtungen werden Realität“. „Wer TTIP sät, wird Gentechnik ernten“.  So oder ähnlich lauteten die Schlagzeilen in den Medien, als am 2. Mai von Greenpeace  Abschriften der geheimen Verhandlungsunterlagen veröffentlicht wurden. Sie bestätigen weitgehend die bisherigen Befürchtungen der TTIP-Gegner. In einer nicht repräsentativen eigenen Pressedurchschau werden nach Durchsicht der Dokumente (aktueller Verhandlungsstand!) in den Medien vor allem folgende Befürchtungen bestätigt:

  • Die USA werden Exporterleichterungen für die deutsche Autoindustrie nur zustimmen, wenn im Gegenzug die EU der US-Agrarindustrie, einschließlich genmanipulierter Produkte, uneingeschränkten Zugang auf die europäischen Märkte garantiert.
  • Der Druck der US-Regierung auf die EU ist stärker und weiter reichend als bislang bekannt.
  • Die USA bestehen auf der Einsetzung nicht demokratisch legitimierter Schiedsgerichte.
  • Öffentliche Dienstleistungen und kommunale Güter müssen privatisiert werden.
  • Alle weiteren bisherigen Befürchtungen wie  Abbau der Arbeitnehmerrechte, Verbraucherschutz  und der Umweltstandards, Geheimhaltung, usw. werden bestätigt.

Fazit: Gemeinden, Parlamente, Regierungen, ganze Staaten, werden ihrer wirtschaftlichen Entscheidungs-Souveränität beraubt und Organismen ausgeliefert, die von Multinationalen Konzernen oder Finanz-Gruppen kontrolliert werden und die die Rechte der Arbeiter, die Anforderungen der Umwelt und die Sicherheit der Lebensmittel vergewaltigen.

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