Spiritualität

 

Spiritualität wird hier als Kraft verstanden, sein Leben im Geiste und in der Nachfolge Jesu zu gestalten. Spiritualität bedeutet aus der Sicht der Armen, Gott inmitten ihres Leides und ihrer Hoffnungen als ein Gott des „Lebens in Fülle“ zu entdecken, der mit ihnen ist und sie führt. Aus der Sicht der „Reichen“ bedeutet Spiritualität, im leidenden Nächsten, das Antlitz des Gekreuzigten zu entdecken, sich mit dem Armen auf den Weg machen und mit ihm zusammen seine Sehnsucht nach dem Reich Gottes zu formulieren und im „Hier und Heute“ Gestalt zu verleihen.

Gedanken zur Fastenzeit

Gedanken zur Fastenzeit

Besinnung auf das Wesentliche - Zeit der Umkehr… . Doch was ist das Wesentliche, das was letztlich zählt? An was hängen wir - de facto - unser Herz und wer ist für uns „Gott“, d. h. das Wichtigste in unserem alltäglichen Leben? Und warum und wohin umkehren? Sind wir denn nicht alle schon getauft? Umkehr bedeutet ja nichts anderes als seinen Weg, sein bisheriges Leben, grundlegend zu verändern. „Kehrt um, denn das Reich Gottes steht vor der Tür, es beginnt jetzt.“ Mit diesen Worten beginnt und überschreibt Jesus seine Botschaft. Und als er dies auch bei seinem ersten öffentlichen Auftreten in der seinem Heimatdorf Nazareth sagt, geraten die „Leute der Synagoge“ in Wut und wollen ihn den Abhang hinabstürzen (LK 4, 16-29). Denn sie waren ja schon gottesgläubig, das auserwählte Volk, schon beschnitten und gerettet, besuchten regelmäßig den Tempel – und gingen an den Menschen vorbei, die unter die Räuber gefallen sind.

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Helder Camara: Die 2 Lastkutscher

Lesung und Predigt Frankfurt, St. Georgen, den 13. November 1973
Helder Camara: Die beiden Lastkutscher

„Beide kamen mit einem voll beladenen Karren einher. Die Wege waren verschlammt, und beide Karren fuhren sich fest. Einer der beiden Kutscher war fromm. Er fiel mitten im Schlamm auf die Knie und begann, Gott darum zu bitten, er möge ihm doch helfen. Er betete, betete, betete ohne Unterlass und schaute dabei gen Himmel. Währenddessen fluchte der andere, krempelte aber die Ärmel hoch. Er suchte sich Zweige, Blätter und Steine zusammen. Er zog und zerrte am Karren. Er schimpfte dabei, was das Zeug hielt....

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Glaubensseminar zu "Partnerschaft"

Liebe Gemeinde  (Predigt am 8. November 1987)

".....In Kürze noch ein 2. Beispiel aus dem AT: Zur Zeit des Propheten Amos lebte im Nordreich eine Oberschicht in Saus und Braus. Ihr Reichtum wurde immer größer und damit auch ihre Gier. Gleichzeitig gab es immer mehr Arme, das Elend wurde immer größer. Und die offizielle Tempelreligion profitierte mächtig davon. Es gibt prächtige Tempel, in denen die Reichen effektvoll ihre Opfer zelebrierten. An einem Sabbat, vor dem Gottesdienst, kann Amos nicht mehr länger schweigen. Er ruft: „Ihr verkauft ehrliche Leute als Sklaven…!

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