Spiritualität

 

Spiritualität wird hier als Kraft verstanden, sein Leben im Geiste und in der Nachfolge Jesu zu gestalten. Spiritualität bedeutet aus der Sicht der Armen, Gott inmitten ihres Leides und ihrer Hoffnungen als ein Gott des „Lebens in Fülle“ zu entdecken, der mit ihnen ist und sie führt. Aus der Sicht der „Reichen“ bedeutet Spiritualität, im leidenden Nächsten, das Antlitz des Gekreuzigten zu entdecken, sich mit dem Armen auf den Weg machen und mit ihm zusammen seine Sehnsucht nach dem Reich Gottes zu formulieren und im „Hier und Heute“ Gestalt zu verleihen.

Geleitwort zum Abitur

".....Denn wenn man diesen neuen (aber auch schon ungefähr 2.587 Jahre alten) Leitlinien glauben darf, dann ist die Schule und speziell das Gymnasium (!) die denkbar beste Vorbereitung auf das wirkliche Leben. Mal davon abgesehen, dass diese Konzepte, Lehrpläne etc. von Menschen ausgeheckt wurden, die selbst seit dem Kindergarten kaum etwas anderes kennen, als das Leben in der Schule - welche Fähigkeiten brauchen wir aber wirklich? Eigentlich könnte man diese Frage auch außer Acht lassen, wo man doch ohne all dies (…) sogar Präsident der USA oder italienischer Ministerpräsident werden kann. Also alle Bildung - intellektuell und moralisch - auf den Müll werfen oder die Schule so schnell als möglich vergessen?"

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„Mein Reich ist nicht von dieser Welt"?

"So ist auch der Satz zu verstehen „Mein Reich ist nicht von dieser Welt". Denn nach den Gesetzen dieser Welt dürfte man heutzutage einen Menschen wie Jesus nicht frei herumlaufen lassen, das ist heute nicht anders als damals. In dieser unseren Welt zählen andere Dinge: wer es - auf welche Weise auch immer - geschafft hat, einige Millionen auf seinem Konto zu haben, gilt als Leistungsträger. Wer sich um seine kranke Mutter kümmert, wer viele Kinder aufzieht und deshalb auf vieles verzichtet, gilt als Depp. Echte Christen müßten eigentlich die Deppen der Nation sein... Die Botschaft Jesu ist eben nicht kompatibel mit den Gesetzen von Angebot und Nachfrage und nicht mit den Gesetzen der Finanzmärkte. Dies mag manchen hoffnungslos altmodisch erscheinen. Doch sein Reich ist nicht von dieser Welt, d.h. seine Botschaft von Gerechtigkeit und Liebe erscheint nach den Gesetzen dieser Welt als völlig absurd - und doch ist sie noch immer die Hoffnung für Millionen von Menschen und ich persönlich glaube, daß es die einzige Hoffnung ist."

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Anders leben – damit andere überleben (1976)

"Kann es vielleicht sein, dass unser Sprechen von der Not der Welt, unsere Sorge für die so weit entfernten Nächsten, nur zur Ausrede wird für unser Versagen hier untereinander? Wie sollen wir denn Menschen in der Dritten Welt helfen können, wie ihnen Bruder und Schwester sein, wenn es so schwer fällt, uns hier auch nur die Hände zu reichen? Warum fällt dies uns aber so schwer, uns, die wir doch dem Namen nach eine Gemeinschaft sind, eine Familie, Brüder und Schwestern? Was hindert uns denn daran? Um das beantworten zu können, müssen wir uns erst einmal bewusst werden, wie wir denn in Wirklichkeit leben. Leben wir denn überhaupt? ....

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