Kirche der Befreiung

DFG-Projekt "Eine Kirche der Befreiung"

Abschlussbericht an die DFG

 
Forschungsstand, Anwendungsperspektiven und denkbare Folgeuntersuchungen
 
Im Blick auf die deutschen Partnergruppen können hinsichtlich deren Motivation, Problematik und Zielsetzungen Schlussfolgerungen gezogen werden, die im weiteren Sinne z.B. mit der Studie von Gabriel/Nuscheler übereinstimmen. Während jedoch deren Studie „Handeln in der Weltgesellschaft: Christliche Dritte-Welt-Gruppen“ (1995) eher in „die Breite“ ging, zielt die vorliegende Studie auf eine kleine Gruppe von (16) Pfarreien, in der dann allerdings alle denkbaren Dimensionen von Partnerschaft untersucht werden. Vor allem die Nachprüfung der Wirkung bei den Adressaten (sowohl was die materielle Hilfe als auch die damit verbundene Zielsetzungen oder Ideologien betrifft) ist in dieser intensiven Form noch nicht wissenschaftlich behandelt worden. Entscheidend zum Verständnis von Partnerschaft (auch Entwicklungszusammenarbeit) ist die Einbeziehung des weltwirtschaftlichen und jeweiligen nationalen politischen Kontextes.

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Camilo Torres - 50. Todestag

Zum 50. Todestag von Camilo Torres

Sein Anliegen

Am 15. Februar 1966 wurde der kath. Priester Camilo Torres von Einheiten der kolumbianischen Armee erschossen. Kurz zuvor, mit dem „Aufruf an das kolumbianische Volk“ vom 7. Januar 1965, hatte er sich der ELN (Ejército de la Liberación Nacional – Nationale Befreiungsarmee) angeschlossen, einer Guerillaorganisation, die bis heute noch aktiv ist.

Eine kurze Zusammenfassung seines Glaubens (im Stil von Camilo Torres):  Wenn das Wesen des christlichen Apostolats die Nächstenliebe ist, dann hat ein Christ in einem Land wie Kolumbien, in dem jede Viertelstunde ein Kind stirbt, die Pflicht, sich dafür einzusetzen, die Hungrigen zu speisen, die Durstigen zu tränken, die Obdachlosen zu beherbergen, die Nachbarn zu kleiden (Mt 25,31-46). Und wenn dieser Christ nun alles – aber auch wirklich alles – versucht hat, dieses oberste Gebot der Nächstenliebe mit legalen Reformen zu erfüllen und an der hartnäckigen Reformfeindlichkeit der herrschenden Oberschicht gescheitert ist, dann hat er die Pflicht, die Herrschaft dieser Oligarchie zu brechen um der Mehrheit des Volkes das geben zu können, was es zum Leben braucht.

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Buen vivir und befreiende Praxis

Buen vivir und befreiende Evangelisierung - Ökumenische Versammlung,  02. Mai 2014 

„Buen Vivir“ wird zunehmend als mögliche Alternative für das von Europa ausgehende Wirtschaftsmodell (Kapitalismus) diskutiert. Leider werden in der aktuellen Diskussion um „buen vivir“ die tieferen Zusammenhänge (kulturell, phil.- theol.) kaum verstanden oder willkürlich benutzt. Die spirituellen Grundlagen der andinen Weltsicht (wie auch anderer Jahrtausende alter Kulturen) können Auswege aus der Sackgasse aufzeigen, in die uns die "Kosmovision" (Philosophie, Theologie, Wirtschaft) des christlichen Abendlands weltweit geführt hat.   (Aus meiner Workshop - Ankündigung).

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