Stimme der Campesinos

Capitalismo

Kapitalismus – die Bestie der Apokalypse

- Aus der Perspektive der Campesinos von Bambamarca -

Die aktuelle Apokalypse - Gemälde und Text von José Espíritu, Katechet und Maler aus Bambamarca, Diözese Cajamarca, Peru

(Übersetzung der Texttafel und der Slogans im Bild, von Willi Knecht, 1999)

Johannes interpretiert in der Offenbarung (Apokalypse) auf symbolische Weise die so schwierige Situation seiner Zeit: eine politische und religiöse Diktatur. Johannes klagt die herrschsüchtige Klasse an, die sich anbeten lässt, als wäre sie Gott. Johannes spricht zu diesen „Chefs“ jener vergangenen und gegenwärtigen Zeit, unter denen wir leiden müssen. Er charakterisiert sie uns in seiner Offenbarung  als die erste und die zweite Bestie.

Heute, in unserer Zeit, leiden auch wir unter der gleichen traurigen Realität, einer extreme Armut; wir leben in einem Abgrund ohne Ausweg. Wir befinden uns in den Klauen einer dritten, sehr mächtigen Bestie, die das gesamte Universum beherrscht und die sich für den einzigen Herren der Schöpfung Gottes hält. Das Monster, Urheber des Bösen, hat diese Bestie mit einer Krone aus Gold gekrönt und sie hat viele Helfer, die sie beschützen und verteidigen.

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Cosmovisión andina - buen vivir

„Buen Vivir“ wird zunehmend als mögliche Alternative für das von Europa ausgehende Wirtschaftsmodell (Kapitalismus) diskutiert. Leider werden in der aktuellen Diskussion um „buen vivir“ die tieferen Zusammenhänge (kulturell, phil.- theol.) kaum verstanden oder willkürlich benutzt. Die spirituellen Grundlagen der andinen Weltsicht (wie auch anderer Jahrtausende alter Kulturen) können Auswege aus der Sackgasse aufzeigen, in die uns die "Kosmovision" (Philosophie, Theologie, Wirtschaft) des christlichen Abendlands weltweit geführt hat. (Aus meiner Workshop - Ankündigung auf der Konziliaren Versammlung, Frankfurt 2012)).

Der Glaube und die Kultur der Menschen in den Anden (Cosmovisión andina)

Jede Kultur ist das Produkt verschiedener Einflüsse. Wenn hier auf wesentliche Unterschiede zur europäischen Kultur und Religion hingewiesen wird, dann nicht im Sinne einer Abgrenzung. Vielmehr soll angesichts der Übermacht eines universellen Anspruchs der abendländischen Tradition die Andersartigkeit der andinen Tradition als eine Wirklichkeit dargestellt werden, die das Leben der Menschen noch heute - oft verfremdet und rudimentär - bestimmt. Puebla: „Mit Kultur wird die Art und Weise bezeichnet, wie die Menschen eines Volkes ihre Beziehung untereinander, mit der Natur und mit Gott pflegen, um ein wahrhaft menschenwürdiges Leben führen zu können“.

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Kreuzweg der Campesinos

Ein Kreuzweg aus Peru

Von José Espíritu Taifur, Katechet und Maler aus Bambamarca, Peru (mit Familie vor seiner Hütte)

Der Kreuzweg basiert auf den Beobachtungen der Realität, in welcher wir Campesinos leben: die Armut. Jesus teilte sein Leben, sein Fleisch und sein Blut, mit uns und für uns. Das bedeutet für uns, dass unsere Comunidad sich versammelt und das Brot und alle Früchte teilt, die die Erde hervorbringt: Kartoffeln, Mais, usw.

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