Kirchenreform

Wer mit Recht vom Konzil spricht, mag bitte bedenken, was dieser Aufbruch der Kirche gerade für die am meisten Benachteiligten weltweit bedeutet hat.  Die Bedürfnisse, Bedrückungen und Sehnsüchte dieser Menschen zum Maßstab nehmen, bedeutete für Millionen Menschen, dass sie zum ersten Mal als Menschen und Kinder Gottes, ausgestattet mit einer unendlichen Würde, wahrgenommen wurden – ein Beispiel einer befreienden Praxis.

Medellín 1968 - Grundaussagen

Medellín 1968: Botschaft an die Völker Lateinamerikas

Kap. 1: Gerechtigkeit …. Wir haben gesehen, dass unsere dringendste Verpflichtung darin besteht, uns, das heißt alle Mitglieder und Institutionen der katholischen Kirche, im Geiste des Evangeliums zu läutern. Die Trennung von Glaube und Leben muss ein Ende haben, weil das Einzige, was in Jesus Christus zählt, „der Glaube ist, der durch die Liebe wirksam ist“. Diese Verpflichtung fordert von uns, eine wahrhaft biblische Armut zu leben, die sich in echten Bekundungen und klaren Zeichen für unsere Völker ausdrücken soll. Nur eine solche Armut wird Christus, den Erlöser der Menschen, transparent machen und Christus, den Herrn der Geschichte, offenbaren. Über die Situation des lateinamerikanischen Menschen gibt es viele Studien. In allen wird das Elend beschrieben, das große Menschengruppen in die Randzonen des Gemeinschaftslebens drängt. Dieses Elend als Massenerscheinung ist eine Ungerechtigkeit, die zum Himmel schreit.

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Pfingstbrief 2012 und 2013 - Umkehr und Erneuerung

Wir sind Kirche:  P f i n g s t b r i e f  2 0 1 2 (siehe auch 2013)
Umkehr und Erneuerung- auf der Basis befreiender Erfahrungen inmitten der Armen

Einen neuen Aufbruch wagen, so heißt das Motto des Katholikentages 2012 in Mannheim. Der Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils, das Papst Johannes XXIII. vor genau 50 Jahren eröffnete, ist im Laufe der Jahrzehnte einem Stillstand gewichen, ja Rom versucht das Rad zurückzudrehen. Wenn wir die Botschaft Jesu ernst nehmen, darf es bei einem neuen Aufbruch nicht nur um Umkehr und Erneuerung der Kirchenstrukturen gehen, sondern es muss um die „engste Verbundenheit der Kirche mit der ganzen Menschheitsfamilie“ gehen, so wie es die Konzilskonstitution „Gaudium et Spes“ über die Kirche in der Welt von heute eindeutig formuliert hat.

Die Christinnen und Christen Südamerikas können uns Vorbild sein, wenn es darum geht, dem Evangelium gemäß zu leben und das Reich Gottes, die Herrschaft Gottes im Blick zu haben. Den Pfingstbrief 2012 der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche hat dankenswerter Dr. Willi Knecht geschrieben, der als Theologe lange in und mit der Diözese Cajamarca in Peru gearbeitet hat.

Die ausführlichere Fassung ist auf seiner Homepage www.williknecht.de  nachzulesen.   Wir sind Kirche-Bundesteam, April 2012

Da nach der Wahl von Franziskus aus Argentinien das Thema unseres Pfingstbriefes 2012 besonders aktuell ist, haben wir diesen Text auch als Pfingstbrief für  das Jahr 2013 gewählt. Die ausführlichere Fassung ist auf der Homepage www.williknecht.de  nachzulesen.     Wir sind Kirche-Bundesteam, Mai 2013

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Steht auf, wenn ihr Christen seid!

"Weil wir Teil derselben Weltwirtschaftsordnung sind, tragen wir eine große Mitverantwortung für den täglichen Hunger und die tägliche Gewalt. Doch deutsche Christen, die einzelnen Gemeindemitglieder wie die Kirche als Ganzes mit all ihren Organisationen, sind mehr oder weniger gut funktionierende Bestandteile dieser Gesellschaft. Gemeinde und Kirche sind nicht nur Stützen dieser Gesellschaft, sie sind diese Gesellschaft. Als Gemeinde und Teil dieser Gesellschaft sind sie Teil des dazugehörenden Wirtschaftssystems und haben ein existentielles Interesse an dem Erhalt und der Funktionstüchtigkeit dieses Systems, das auch ein globales System ist. Aus diesem Interesse heraus entsteht de facto eine entsprechende Option...."

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