Kirchenreform

Wer mit Recht vom Konzil spricht, mag bitte bedenken, was dieser Aufbruch der Kirche gerade für die am meisten Benachteiligten weltweit bedeutet hat.  Die Bedürfnisse, Bedrückungen und Sehnsüchte dieser Menschen zum Maßstab nehmen, bedeutete für Millionen Menschen, dass sie zum ersten Mal als Menschen und Kinder Gottes, ausgestattet mit einer unendlichen Würde, wahrgenommen wurden – ein Beispiel einer befreienden Praxis.

2. Welttreffen der Volksbewegungen

Wir sagen nein zu allen Formen der Kolonialisierung

Ansprache von Papst Franziskus beim Welttreffen der Volksbewegungen, Santa Cruz, Bolivien, am 9. Juli 2015

Gott hat es gewährt, dass wir uns heute ein weiteres Mal sehen. Die Bibel erinnert uns daran, dass Gott die Klage seines Volkes hört, und auch ich möchte erneut meine Stimme mit der Ihren vereinen: Grund und Boden, Wohnung und Arbeit für alle unsere Brüder und Schwestern! Das habe ich gesagt, und ich wiederhole es: Es sind unantastbare Rechte. Es lohnt sich, es lohnt sich, für sie zu kämpfen. Möge die Klage der Ausgeschlossenen in Lateinamerika und auf der ganzen Erde gehört werden!

1. Beginnen wir mit der Einsicht, dass wir eine Veränderung brauchen. Damit es keine Missverständnisse gibt, möchte ich klarstellen, dass ich von den gemeinsamen Problemen aller Lateinamerikaner – und generell der ganzen Menschheit – spreche. Von Problemen, die globalen Charakter haben und die heute kein Staat im Alleingang lösen kann. Nach dieser Klärung schlage ich vor, dass wir uns folgende Fragen stellen:

Sehen wir ein, dass etwas nicht in Ordnung ist in einer Welt, in der es so viele Campesinos ohne Grund und Boden, so viele Familien ohne Wohnung, so viele Arbeiter ohne Rechte gibt, so viele Menschen, die in ihrer Würde verletzt sind?

Sehen wir ein, dass etwas nicht in Ordnung ist, wenn so viele sinnlose Kriege ausbrechen und  die brudermörderische Gewalt sich selbst unserer Stadtviertel bemächtigt? Sehen wir ein, dass etwas nicht in Ordnung ist, wenn der Boden, das Wasser, die Luft und alle Wesen der Schöpfung einer ständigen Bedrohung ausgesetzt sind?

Sagen wir es ganz unerschrocken: Wir brauchen und wir wollen eine Veränderung.

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Movimientos populares

Discurso ante los participantes en el Encuentro Mundial de Movimientos Populares

Francisco: Este encuentro de Movimientos Populares es un gran signo


Buenos días de nuevo, estoy contento de estar entre ustedes, además les digo una confidencia, es la primera vez que bajo acá, nunca había venido. Como les decía, tengo mucha alegría y les doy una calurosa bienvenida.

Gracias por haber aceptado esta invitación para debatir tantos graves problemas sociales que aquejan al mundo hoy, ustedes que sufren en carne propia la desigualdad y la exclusión. Gracias al Cardenal Turkson por su acogida. Gracias, Eminencia por su trabajo y sus palabras.

Este encuentro de Movimientos Populares es un signo, es un gran signo: vinieron a poner en presencia de Dios, de la Iglesia, de los pueblos, una realidad muchas veces silenciada. ¡Los pobres no sólo padecen la injusticia sino que también luchan contra ella!

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1. Welttreffen der Volksbewegungen

Vom 27. bis 29. Oktober 2014 trafen sich im Vatikan Repräsentanten von Volksbewegungen* aus aller Welt. Es war das 1. Treffen solcher Art im Vatikan. Papst Franziskus hatte dazu eingeladen. Es kamen Männer und Frauen aus der Landlosenbewegung, aus den Elendsvierteln, Kleinbauern (Campesinos), Vertriebene,  u.v.a.

Organisiert wurde das Treffen vom Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden. Im Mittelpunkt standen in Absprache mit den Volksbewegungen die Themen „Land“ (Landbesitz, Ernährungssouveränität….), „Wohnraum“ (Elendsviertel, Vertreibung,…) und Arbeit (Kinderarbeit, informelle Beschäftigungen….).  Selbstverständlich ging es auch um die Ursachen von Hunger, Gewalt und der Zerstörung der Umwelt. Der Papst antwortete darauf in seiner  Ansprache am 28. Oktober. Er zeigt in klarer Sprache auf, wohin der weltweit herrschende Götzendienst führt.

*  “Volk“ bedeutet in Lateinamerika (und der Redeweise des Papstes) die Summe der von jeglicher Teilhabe ausgeschlossenen Menschen. Das Treffen der „movimientos populares“ war ein Treffen dieser Menschen bzw. deren gewählter Repräsentanten. Diese Volksbewegungen (oder auch Basisgruppen) bilden die Mehrheit nicht nur in ihren Ländern, sondern weltweit. Sie sind nicht das, was wir hierzulande unter „Zivilgesellschaft“ verstehen.

Die vom Konzil wiederentdeckte Aussage vom „Volk Gottes“ hat daher eine Bedeutung, die wir erst lernen müssen.

Die Kirche Jesu Christi bildet sich von diesen Rändern her. Gott offenbart sich im Schrei der Menschen nach Brot und Gerechtigkeit. Papst Franziskus greift dieses Evangelium wieder auf. Er will eine Kirche um der Armen willen.    (Willi Knecht)

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