Kirchenreform

Wer mit Recht vom Konzil spricht, mag bitte bedenken, was dieser Aufbruch der Kirche gerade für die am meisten Benachteiligten weltweit bedeutet hat.  Die Bedürfnisse, Bedrückungen und Sehnsüchte dieser Menschen zum Maßstab nehmen, bedeutete für Millionen Menschen, dass sie zum ersten Mal als Menschen und Kinder Gottes, ausgestattet mit einer unendlichen Würde, wahrgenommen wurden – ein Beispiel einer befreienden Praxis.

Weihnachten - von Lampedusa aus gesehen

WEIHNACHTEN – VON LAMPEDUSA AUS                

Weihnachtsbrief der Initiative „Prophetische Kirche“

Die Bilder haben sich in unserem Gedächtnis eingebrannt: Immer neue Wellen von Flüchtlingen, die völlig erschöpft an den Stränden von Lampedusa und Malta ankommen und auf die vielen Toten zurückschauen, die es nicht geschafft haben. Und mit den Bildern kommt ein Gefühl von Scham und Ohnmacht.  Nichts führt uns dramatischer vor Augen, wie sehr „die Zeit aus den Fugen“ ist. Immer mehr Menschen sehen in ihren Heimatländern keine Zukunft mehr für sich und ihre Kinder und suchen verzweifelt einen Ort zum Überleben. Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen für die Menschheitsfamilie, dass mitten in der Fülle der Schöpfung Gottes immer mehr Menschen Leib und Leben riskieren müssen auf der Suche nach einer lebenswerten Zukunft an einem fernen, unbekannten Ort. Papst Franziskus hatte dafür nur ein Wort: Vergogna! Schande! Und was ist die Reaktion der Mächtigen?

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ÖV14: Leben statt Zerstörung

Ökumenische Versammlung 14: Die Zukunft, die wir meinen – Leben statt Zerstörung

Unter diesem Motto ruft ein ökumenisches Netz zu einer Versammlung (30. 4. – 4. 5. 14) nach Mainz. Spätestens seit Anfang der 80-er Jahre führte das Bewusstsein, dass das Überleben der Menschheit als Ganzes in Frage gestellt ist, europaweit zu einer ökumenischen Bewegung: „Kairos – Die Zeichen der Zeit erkennen“. Das Konzil lehrt uns, die Zeichen der Zeit zu erkennen, in ihnen spricht Gott zu uns. Die Zeichen der Zeit müssen im Lichte des Evangeliums gedeutet werden.

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Spiritualität einer Kirche der Armen

 

Gleichlautender Brief an die vier „südwestdeutschen“ Bischofe und den Vorsitzenden der DBK mit dem Anhang (4 S.): Spiritualität einer Kirche der Armen. Kardinal Lehmann und Kardinal Marx antworteten sehr freundlich und wohlwollend (Bischof Fürst wie immer: nie)
 
Lieber Herr Bischof.....!
 
„In vielen Regionen der Weltkirche entfaltete das Konzil eine ungeahnte Dynamik, wohl am stärksten in Lateinamerika. Ein ganzer Halbkontinent, in dem auch heute noch die überwiegende Zahl der Katholiken lebt, erwachte aus seiner Lethargie…“. So Kardinal Lehmann in einem Rückblick auf das Jahr 1965 (in FAZ, 02. 01. 2015).
Ich durfte diese Dynamik inmitten der Campesinos von Bambamarca (Diözese Cajamarca, Peru) miterleben (1975 – 1980). Die Diözese Cajamarca (mit Bischof Dammert, 1962 – 1992) gilt bei Kirchenhistorikern weltweit als die Diözese, in der „der Geist des Konzils“ beispielhaft in die Praxis umgesetzt wurde. Im Auftrag von Altbischof Dammert, sowie den Basisgemeinden der Diözese Cajamarca, der Kath. Uni Lima und dem Instituto Bartolomé de Las Casas (Lima), in Zusammenarbeit mit den kath. Fakultäten Würzburg (Elmar Klinger) und Tübingen (Ottmar Fuchs) habe ich von 1996 – 2004 die Aufbrüche der Kirche in Peru infolge des Konzils dokumentiert und auf die deutsche Kirche hin ausgelegt.    Ulm, den 06. 01. 2015

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