Kirchenreform

Wer mit Recht vom Konzil spricht, mag bitte bedenken, was dieser Aufbruch der Kirche gerade für die am meisten Benachteiligten weltweit bedeutet hat.  Die Bedürfnisse, Bedrückungen und Sehnsüchte dieser Menschen zum Maßstab nehmen, bedeutete für Millionen Menschen, dass sie zum ersten Mal als Menschen und Kinder Gottes, ausgestattet mit einer unendlichen Würde, wahrgenommen wurden – ein Beispiel einer befreienden Praxis.

Die Kirche als Friedensstifterin

Ungerechtigkeit und Gewalt – die Kirche als Friedensstifterin
 
„Der Frieden ist vor allem ein Werk der Gerechtigkeit. Er erfordert die Errichtung einer gerechten Ordnung, in der sich die Menschen als Kinder Gottes verwirklichen können, in der ihre Würde geachtet wird und ihre legitimen Erwartungen befriedigt werden. Den Frieden erlangt man nur, indem man eine neue Ordnung schafft, die eine vollkommenere Gerechtigkeit unter den Menschen herbeiführt“. So schreiben die lateinamerikanischen Bischöfe in Medellín 1968 und zitieren damit das 2. Vat. Konzil (Gaudium et Spes, Nr. 78, 76).
 
1. Situation vor dem Konzil
 
„Noch nicht einmal ein ganzes Buch könnte all das zusammenfassen, was wir erlitten haben. Mit Wut im Bauch erinnerten wir uns daran wie zum Beispiel ein Campesino durch die Straßen ging, während ein Städter, vor seinem Haus sitzend, ihn kommen sah. ´He Indio, geh und hole mir einen Eimer Wasser!` ´Aber, Herr...`. Der Städter gab dem Campesino ein paar Fußtritte und zwang ihn das Wasser zu holen. Der Campesino musste gehorchen, wenn nicht, diese Städter konnten ihn wegen irgendwas anklagen, niemand hätte ihn verteidigt und sie konnten ihn sogar ins Gefängnis werfen. Klüger war es, ihm das Wasser zu holen und die Misshandlungen zu ertragen. Diese Leute aus der Stadt haben die Macht in ihren Händen. 

Weiterlesen: Die Kirche als Friedensstifterin

Weihnachten - von Lampedusa aus gesehen

WEIHNACHTEN – VON LAMPEDUSA AUS                

Weihnachtsbrief der Initiative „Prophetische Kirche“

Die Bilder haben sich in unserem Gedächtnis eingebrannt: Immer neue Wellen von Flüchtlingen, die völlig erschöpft an den Stränden von Lampedusa und Malta ankommen und auf die vielen Toten zurückschauen, die es nicht geschafft haben. Und mit den Bildern kommt ein Gefühl von Scham und Ohnmacht.  Nichts führt uns dramatischer vor Augen, wie sehr „die Zeit aus den Fugen“ ist. Immer mehr Menschen sehen in ihren Heimatländern keine Zukunft mehr für sich und ihre Kinder und suchen verzweifelt einen Ort zum Überleben. Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen für die Menschheitsfamilie, dass mitten in der Fülle der Schöpfung Gottes immer mehr Menschen Leib und Leben riskieren müssen auf der Suche nach einer lebenswerten Zukunft an einem fernen, unbekannten Ort. Papst Franziskus hatte dafür nur ein Wort: Vergogna! Schande! Und was ist die Reaktion der Mächtigen?

Weiterlesen: Weihnachten - von Lampedusa aus gesehen

ÖV14: Leben statt Zerstörung

Ökumenische Versammlung 14: Die Zukunft, die wir meinen – Leben statt Zerstörung

Unter diesem Motto ruft ein ökumenisches Netz zu einer Versammlung (30. 4. – 4. 5. 14) nach Mainz. Spätestens seit Anfang der 80-er Jahre führte das Bewusstsein, dass das Überleben der Menschheit als Ganzes in Frage gestellt ist, europaweit zu einer ökumenischen Bewegung: „Kairos – Die Zeichen der Zeit erkennen“. Das Konzil lehrt uns, die Zeichen der Zeit zu erkennen, in ihnen spricht Gott zu uns. Die Zeichen der Zeit müssen im Lichte des Evangeliums gedeutet werden.

Weiterlesen: ÖV14: Leben statt Zerstörung

Suchen

Copyright © 2016 - Willi Knecht
All Rights Reserved