Erneuerung in Deutschland

Spiritualität einer Kirche der Armen

 

Gleichlautender Brief an die vier „südwestdeutschen“ Bischofe und den Vorsitzenden der DBK mit dem Anhang (4 S.): Spiritualität einer Kirche der Armen. Kardinal Lehmann und Kardinal Marx antworteten sehr freundlich und wohlwollend (Bischof Fürst wie immer: nie)
 
Lieber Herr Bischof.....!
 
„In vielen Regionen der Weltkirche entfaltete das Konzil eine ungeahnte Dynamik, wohl am stärksten in Lateinamerika. Ein ganzer Halbkontinent, in dem auch heute noch die überwiegende Zahl der Katholiken lebt, erwachte aus seiner Lethargie…“. So Kardinal Lehmann in einem Rückblick auf das Jahr 1965 (in FAZ, 02. 01. 2015).
Ich durfte diese Dynamik inmitten der Campesinos von Bambamarca (Diözese Cajamarca, Peru) miterleben (1975 – 1980). Die Diözese Cajamarca (mit Bischof Dammert, 1962 – 1992) gilt bei Kirchenhistorikern weltweit als die Diözese, in der „der Geist des Konzils“ beispielhaft in die Praxis umgesetzt wurde. Im Auftrag von Altbischof Dammert, sowie den Basisgemeinden der Diözese Cajamarca, der Kath. Uni Lima und dem Instituto Bartolomé de Las Casas (Lima), in Zusammenarbeit mit den kath. Fakultäten Würzburg (Elmar Klinger) und Tübingen (Ottmar Fuchs) habe ich von 1996 – 2004 die Aufbrüche der Kirche in Peru infolge des Konzils dokumentiert und auf die deutsche Kirche hin ausgelegt.    Ulm, den 06. 01. 2015

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Kirchenreform? (1988, 2016)

Kirchenreform? (2016)

Der Zerfall vieler Gemeinden schreitet in dramatischer Weise voran (dazu mehr an anderer Stelle). Die Kirchenleitungen intensivieren diesen Prozess durch die systematische Bildung von Großgemeinden, die den dramatischen Priestermangel kaschieren solle. Damit treiben sie den Zusammenbruch der klassischen Pastoral und damit auch die Kontrolle der Gläubigen durch den Klerus voran. Die wenigen Aktiven arbeiten ehrenamtlich am Limit. Zudem werden sie mit bürokratischen Vorgeben und scheindemokratischen Gremien überladen. Ihnen obliegt die Sorge für den Erhalt der noch vorhandenen, weit überdimensionierten Infrastruktur (Renovierung der Gemeindehäuser, Kindergärten, Orgeln, Kirchtürmen, usw., usw.). Man braucht eben das Volk für die Erledigung vieler Dinge. Man spricht zunehmend von der Bedeutung des Ehrenamtes und dessen Wertschätzung und drängt gleichzeitig die immer weniger werdenden Ehrenamtlichen noch mehr an die Ränder als zuvor.Ist diese real existierende, deutsche, Kirche zur Umkehr überhaupt (noch) fähig und daher fähig, sich radikal zu erneuern?  

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Strategietag der Kirchen - Impuls

Beitrag der Kirchen zur Entwicklungszusammenarbeit in BW - ein geistlicher Impuls*

Ich komme von den äußersten Rändern – der Diözese, aus Ulm. Mein kirchlicher, spiritueller Kontext ist allerdings die lateinamerikanische Kirche, genauer: diejenige Kirche, die in der Folge des Konzils auf der Seite der Armen für eine gerechtere Welt kämpft. 

Was kann der spezifisch christliche Beitrag der Kirchen sein? Das, was das Wesen des Christentums ausmacht! Nicht mehr und nicht weniger. Doch was heißt das? Jesus als den Christus bekennen, der uns zur Nachfolge ruft, zu einem Leben in Fülle, das uns allen verheißen ist. Der aufsteht gegen „die Sünde der Welt“ (Götzendienst, sich selbst und seine Bedürfnisse zum absoluten Maßstab machen usw.) und der deswegen konsequenterweise von den „Fürsten der Welt“ gekreuzigt wird. Die eine Kirche Jesu Christi ist die Gemeinschaft all derer, die diesen Jesus als Christus bekennt und ihm nachfolgt. Einige Zitate aus dem Süden und was damit gemeint sein könnte:

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