Kirche

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Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Josef Ratzinger und der Glaube der Campesinos (Einführung)

Bereits 1979 legte sich der damalige Erzbischof und Kardinal von München mit der "Kirche der Armen" an. Quelle: Knecht, Willi: "Die Kirche von Cajamarca - die Herausforderung einer Option für die Armen" Münster, Lit-Verlag 2005. S. 276 - 280. (Dissertation). Josef Ratzinger nahm sich das Glaubensbuch der Campesinos "Vamos Caminando" vor (ohne es gelesen zu haben) und beschuldigte die Campesinos, die Auferstehung Jesu in eine Botschaft des Hasses und des Klassenkampfes umzuwandeln.

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Das Gold, der Bischof und die Campesinos

"Zehntausende Campesinos aus Bambamarca blockieren die Zufahrt zu Yanacocha. Sie wollen mit Vertretern der Mine sprechen, denn die Quellen versiegen und Kanäle trocknen aus. Die Mine schickt den Bischof zu den Campesinos, um sie nach Hause zu schicken ("Aufruhr ist Sünde"). Als die Campesinos auf ihrer Forderung beharren und nicht weichen, willigt der Bischof ein, den Vermittler zu spielen. Die Campesinos sollten zehn ihrer Leute auswählen, er selbst werde dafür sorgen, dass Vertreter mit den Campesino-Delegierten sprechen werden. Treffpunkt und Zeit: die Bischofsresidenz in Cajamarca am nächsten Morgen. Die Campesinos wurden in den Innenhof der Residenz eingelassen. Doch statt der Minenvertreter warteten Staatsanwalt und Polizei auf die Campesinos, die alle 10 verhaftet und wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt zu langen Haftstrafen verurteilt wurden."  (Im März 2002, siehe unten eine "Vorgeschichte" vom März 2001):

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Karfreitag in Cajamarca

Als „Botschafter“ deutscher Partnergemeinden, insbesondere von St. Martin, Dortmund und St. Georg, Ulm, in der Diözese Cajamarca (September 1993!) - nach dem dramatischen Bischofswechsel.

Lebendige Kirche werden - das war und ist eines der Ziele der Gemeinde - Partnerschaft St. Georg, Ulm mit San Pedro in Cajamarca (siehe meinen Artikel - auf Bitte von Prälat Zwingmann - im ersten Partnerschaftsheft Freiburg - Peru aus dem Jahre 1986).

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Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Beiträge als Mitglied von....

Eigene  Gemeinde "Zum Guten Hirten", Ulm-Böfingen - Gesamkirchengemeinde Ulm (im Leitungsteam) und Dekanat Ehingen-Ulm (im Leitungsteam).

auf Diözesanebene:

Diözesanausschüsse "Eine Welt" und "Nachhaltige Entwicklung", AG Öffentlichkeitsarbeit der Diözese - Vorsitzender der "aktion hoffnung" (Verbände) bis Ende 2015 - im Netzwerk von 8 Reformgruppen (Kirchenerneuerung) der Diözese, Vorstand Oikocredit, Rat der Kirchen, u.a.

Die Römische Kirche ... im Gegensatz zur katholischen (allumfassenden) und evangelischen (vom Evangelium ausgehenden) Kirche ....      

 

Ausgehend von den Erfahrungen der Überlebenden der Eroberung und Zerstörung durch die Europäer und deren theol. Rechtfertigung durch die Kirche, soll hier anhand konkreter Beispiele  aufgezeigt werden, dass sich bis heute (abgesehen von der kurzen Epoche eines Aufbruchs infolge des 2. Vat Konzils) wenig in den letzten Jahrhunderten geändert hat. Kann man heute zwar nicht mehr von systematischem Völkermord sprechen, so doch von systematischer Ausbeutung und Ausgrenzung vor allem der indigenen Bevölkerung. Diese - aber auch immer mehr "Einwanderer" - leben mehrheitlich in absoluter Armut. Dies ist aber kein Zufall, sondern so gewollt und das Ergebnis einer ganz bestimmten Wirtschaftspolitik und der sie begründenden Werte.

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"Die Kirche der Nacht", von José Espíritu, Campesino und Katechet, Bambamarca.

 

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