Kirche

Kirche

Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Theologie einer Kirche der Armen

"Am Beispiel einer befreienden Glaubenspraxis werden einige grundsätzliche Unterschiede zwischen der Theologie der Campesinos und der Theologie Europas deutlich. Der erste Unterschied besteht schon darin, dass die Campesinos keine eigene Theologie als Disziplin entwickeln, so wie das in Europa geschehen ist. Das bedeutet nicht, dass die Glaubenserfahrungen und die Praxis nicht reflektiert werden - sei es von den Campesinos selbst oder von außen. Dies ist aber dann der zweite Schritt und ist nicht das Wesentliche. Dieser zweite Schritt kann aber eine notwendige Brücke sein, um in einen konstruktiven Dialog einzutreten. Die Unterschiede lassen sich an folgenden markanten Punkten festmachen:"

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Der Katakombenpakt (Luigi Bettazzi)

Luigi Bettazzi: Die Gruppe der „kleinen Bischöfe“

"Wir trafen uns wöchentlich für eine Stunde Anbetung und eine „révision de vie“, in der u.a. die in den Vollversammlungen vorgeschlagenen Themen weiterentwickelt wurden, indem sie vor allem im Licht des Themas der „Kirche der Armen“ bewertet wurden, das gerade als Querschnittsthema in allen Verhandlungen auftauchte. Bei diesen Treffen bedachten wir auch und tauschten unsere Erfahrungen aus, in welchem Stil ein Bischof sein Amt ausüben sollte. Ein Bischof sollte einfacher, näher am Volk und mehr für die Gerechtigkeit und Solidarität engagiert sein. Gerade diese Ideen wirkten wie Sauerteig in den nichtoffiziellen Begegnungen...."

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Eine Kirche der Armen

Die Kirche der Armen gilt als exemplarische Verwirklichung des Konzils. Hier wurde deutlich, wie sich der Geist der Erneuerung konkret auf das Leben der Ärmsten auswirkt: ein Mehr an der Fülle des Lebens, insbesondere für diejenigen, die ansonsten vom Leben ausgeschlossen werden. So stehen z.B. die Ureinwohner Amerikas exemplarisch für alle Ausgeschlossenen der Welt. Die reichen Kirchen können nur auf einem gemeinsamen Weg mit den Armen zur notwendigen Umkehr und damit zu ihrem eigentlichen Auftrag finden: Die Möglichkeit und Notwendigkeit, eine Weltkirche zu werden, die von den Armen her die herrschenden Götzen entlarvt und zeichenhaft einen „neuen Himmel und eine neue Erde“ durch ihre Praxis als Gemeinschaft der Jünger Jesu verkündet. Nun aber soll diese Kirche zerstört werden. (Erstveröffentlichung dieses Artikels: Eine Kirche der Armen. In: Thomas Franz, Hanjo Sauer (Hrsg.): Glaube in der Welt von heute. 2007)

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Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Beiträge als Mitglied von....

Eigene  Gemeinde "Zum Guten Hirten", Ulm-Böfingen - Gesamkirchengemeinde Ulm (im Leitungsteam) und Dekanat Ehingen-Ulm (im Leitungsteam).

auf Diözesanebene:

Diözesanausschüsse "Eine Welt" und "Nachhaltige Entwicklung", AG Öffentlichkeitsarbeit der Diözese - Vorsitzender der "aktion hoffnung" (Verbände) bis Ende 2015 - im Netzwerk von 8 Reformgruppen (Kirchenerneuerung) der Diözese, Vorstand Oikocredit, Rat der Kirchen, u.a.

Die Römische Kirche ... im Gegensatz zur katholischen (allumfassenden) und evangelischen (vom Evangelium ausgehenden) Kirche ....      

 

Ausgehend von den Erfahrungen der Überlebenden der Eroberung und Zerstörung durch die Europäer und deren theol. Rechtfertigung durch die Kirche, soll hier anhand konkreter Beispiele  aufgezeigt werden, dass sich bis heute (abgesehen von der kurzen Epoche eines Aufbruchs infolge des 2. Vat Konzils) wenig in den letzten Jahrhunderten geändert hat. Kann man heute zwar nicht mehr von systematischem Völkermord sprechen, so doch von systematischer Ausbeutung und Ausgrenzung vor allem der indigenen Bevölkerung. Diese - aber auch immer mehr "Einwanderer" - leben mehrheitlich in absoluter Armut. Dies ist aber kein Zufall, sondern so gewollt und das Ergebnis einer ganz bestimmten Wirtschaftspolitik und der sie begründenden Werte.

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"Die Kirche der Nacht", von José Espíritu, Campesino und Katechet, Bambamarca.

 

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