Kirche der Armen

Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Eine Kirche der Armen im Werden

Cajamarca - Geburt einer Kirche der Armen

Wegen ihres ehemaligen Bischofs eignet sich die Diözese Cajamarca in hervorragender Weise für eine exemplarische Darstellung des kirchlichen Aufbruchs in Lateinamerika in den Jahren nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Dies bezieht sich zum einen auf die Person des Bischofs selbst. Vor allem aber meint es die Campesinos, die in der Folge einer von Dammert und seinen Mitarbeitern ausgehenden Evangelisierung sich als „Kinder Gottes“ (wie sie es ausdrücken) mit einer einzigartigen Würde und unveräußerlichen Rechten entdeckt haben.

Die Diözese Cajamarca besitzt internationales Ansehen. Die Arbeit der Diözese Cajamarca wurde auch in Deutschland bekannt, Werke aus Cajamarca in Deutschland übersetzt, z.B. Vamos Caminando (1).

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Das Evangelium der Campesinos

Das Evangelium der Campesinos von Bambamarca

„Die Verbreitung des Evangeliums hat als Konsequenz, dass sich die Unterdrückten als Kinder Gottes und als Brüder und Schwestern erkennen und als solche ihre Rechte einfordern. Dies erfreut nicht gerade die lokalen Autoritäten und die Herrschenden im Allgemeinen. Es ist unmöglich, die christliche Brüderlichkeit zu predigen, ohne die herrschende Ungerechtigkeit zu demaskieren“ (1).

Anmerkung für die Webseiten: Dieses Kapitel ist das Schlusskapitel meiner Dissertation über das Entstehen einer befreienden Pastoral und einer Kirche der Armen (und armen Kirche) in Peru und darüber hinaus. Dieses Kapitel ist in 5 Abschnitte aufgeteilt (siehe unten), die alle "parzelliert" auf meinen Webseiten zu finden sind.

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Evangelisierung im globalen Dorf

Evangelisierung in Bambamarca

Die von Rom angesagte  „Neue Evangelisierung“ will in die Spur der ersten Evangelisierung zurückfinden - diesmal ohne Gewalt, aber weiter ohne Anerkennung des Glaubens und der Kultur der alten Völker Amerikas. Es geht in Wirklichkeit um eine unverfälschte Transplantation der römischen Kirche in die jeweiligen Kulturen, weltweit uniformiert im römischen Gewand und ohne Berücksichtigung der jeweiligen und so unterschiedlichen Kontexte (16). Eine derartige Evangelisierung ist in dieser Arbeit nicht gemeint.

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