Kirche der Armen

Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Kirche der Armen (1991)

 
Die Kirche der Armen – Der Aufbruch der Kirche in Peru und in Deutschland
 
Es handelt sich im folgenden Text um ein kurzes Manuskript in Stichworten. Ich „grabe“ dieses Manuskript aus, weil bereits in den 80- und 90er Jahren - nach meiner Rückkehr aus Peru – die genannten Inhalte (siehe aus der Einladung) im Zentrum meines Engagements standen und stehen. Während meiner Tätigkeit als theol. Referent der Erwachsenenbildung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart war ich zu jener Zeit des Öfteren überall in Süddeutschland unterwegs, um die „Stimme derer, die keine Stimme haben“ zu Gehör zu bringen. Vor allem wegen der römischen Kampagnen gegen eine Kirche der Armen (hierzulande eher bekannt als ein Konflikt um die Theologie der Befreiung, Boff – Ratzinger, u.a.) und die folgenden skandalösen Bischofsbesetzungen in Lateinamerika, vor allem in Peru, gab es ein großes Interesse, mehr zu erfahren. Als wiss. Mitarbeiter an den theol. Fakultäten in Würzburg und Tübingen (1996 – 2004) hatte ich dann als Koordinator der Studie über die Aufbrüche der Kirche in Lateinamerika Gelegenheit, die genannten Inhalte zu vertiefen…..

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"Auf dem Weg nach Jerusalem"

„Auf dem Weg nach Jerusalem“                (Letzter Abschnitt des letzten Kapitels)

„Auf dem Weg nach Jerusalem“ ist eine symbolische Umschreibung für die Erfahrung der Campesinos, dass nach der ersten Verkündigung der Guten Nachricht und deren Verbreitung auf dem Land, (in „Galiläa“) die Campesinos sich auf den Weg gemacht haben, diese Botschaft auch im Zentrum der Macht (die Stadt Bambamarca, Lima, Jerusalem, Rom, Wallstreet) zu verkünden. Dabei machten sie die gleiche Erfahrung, wie sie Jesus machte, nachdem er in Jerusalem eingezogen war: er wurde verraten, verkauft und gekreuzigt - zuerst von den Hohen Priestern und dann von dem Statthalter des Imperiums als Vollstrecker.

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Cajamarca im (inter-) nationalen Kontext Peru

II. Cajamarca - eine Diözese in den Anden

  1. Der nationale und internationale Kontext (Grunddaten, Abhängigkeit, Militärdiktatur - Auslandsverschuldung - IWF - Terror)
  2. Eine Annäherung - Alltag in Cajamarca -
  3. Das Gold von Cajamarca
  4. Geschichte und Gegenwart von Cajamarca
  5. Die Strukturen der Kirche von Cajamarca
  6. Die Kirche von Cajamarca und ihre Beziehung zu Weltkirche

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