Kirche der Armen

Die Kirche der Armen ist zwar nicht identisch mit der "Einen Kirche Jesu Christi", aber in der Kirche der Armen wird sichtbar, was "Kirche Jesu Christi" bedeutet. Denn sie geht von den weltweit Ausgegrenzten aus, von denen, die unter die Räuber gefallen sind. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, mit denen sich Jesus vorrangig solidarisierte. Deshalb werden die Armen uns, den Reichen, zum Heil, weil sie schon doch ihre bloße Existenz die bestehende Ungerechtigkeit aufdecken und zur Umkehr auffordern. Sie können uns deshalb den Weg zeigen (und sie wollen dies auch), weil Gott mitten unter ihnen Mensch wurde, mit ihnen feierte, trauerte, konsequenterweise getötet und deshalb von Gott auferweckt wurde. Sie sind daher die authentischen Zeugen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung. Sie sind die Offenbarung Gottes heute, ihr Schrei nach Gerechtigkeit ist der Ruf Gottes an uns. Die Kirche der Armen umfasst so alle Menschen, sie wird zum Zeichen des Heils für diese Welt.

Der Katakombenpakt (Luigi Bettazzi)

Luigi Bettazzi: Die Gruppe der „kleinen Bischöfe“

"Wir trafen uns wöchentlich für eine Stunde Anbetung und eine „révision de vie“, in der u.a. die in den Vollversammlungen vorgeschlagenen Themen weiterentwickelt wurden, indem sie vor allem im Licht des Themas der „Kirche der Armen“ bewertet wurden, das gerade als Querschnittsthema in allen Verhandlungen auftauchte. Bei diesen Treffen bedachten wir auch und tauschten unsere Erfahrungen aus, in welchem Stil ein Bischof sein Amt ausüben sollte. Ein Bischof sollte einfacher, näher am Volk und mehr für die Gerechtigkeit und Solidarität engagiert sein. Gerade diese Ideen wirkten wie Sauerteig in den nichtoffiziellen Begegnungen...."

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Eine Kirche der Armen

Die Kirche der Armen gilt als exemplarische Verwirklichung des Konzils. Hier wurde deutlich, wie sich der Geist der Erneuerung konkret auf das Leben der Ärmsten auswirkt: ein Mehr an der Fülle des Lebens, insbesondere für diejenigen, die ansonsten vom Leben ausgeschlossen werden. So stehen z.B. die Ureinwohner Amerikas exemplarisch für alle Ausgeschlossenen der Welt. Die reichen Kirchen können nur auf einem gemeinsamen Weg mit den Armen zur notwendigen Umkehr und damit zu ihrem eigentlichen Auftrag finden: Die Möglichkeit und Notwendigkeit, eine Weltkirche zu werden, die von den Armen her die herrschenden Götzen entlarvt und zeichenhaft einen „neuen Himmel und eine neue Erde“ durch ihre Praxis als Gemeinschaft der Jünger Jesu verkündet. Nun aber soll diese Kirche zerstört werden. (Erstveröffentlichung dieses Artikels: Eine Kirche der Armen. In: Thomas Franz, Hanjo Sauer (Hrsg.): Glaube in der Welt von heute. 2007)

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Grundlinien von Basisgemeinden

  1. Erfahrung gemeinsamer Probleme, Situationen und Sehnsüchte – z.B. Erfahrung von Unterdrückung und Elend – von Hoffnung auf Gerechtigkeit; Entstehen am Rande der Gesellschaft, „von unten“.

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