Katholische Kirche (weltweit)

Adveniat - Frieden jetzt!

Frieden und Versöhnung

Die bundesweite Eröffnung der Adveniat-Jahresaktion 2015 fand am 29. November in Stuttgart statt. Das Thema der diesjährigen Jahresaktion lautet: „Frieden jetzt!“. Eingeladen hatte die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Aus diese Anlass fand am Tag vorher im „Haus der katholischen Kirche“ eine Fachtagung statt, zu der Adveniat und die Diözese eingeladen haben. Als Gäste wirkten u.a. der Vorsitzende der kolumbianischen Bischofskonferenz und der nationalen Versöhnungskommission, Bischof Luis Augusto Castro und Bischof Julio Cabrera aus Guatemala mit, langjähriger Partner der Diözese Rottenburg-Stuttgart und in Guatemala entscheidend an der Versöhnungsarbeit in Guatemala beteiligt. Den Gastvortrag hielt Prof. Justenhoven. Die Bürgerkriegsländer Kolumbien (seit 1948) und Guatemala (1954 -1996, einschließlich Genozid in den 80er Jahren) standen im Mittelpunkt der Jahresaktion.

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Zum Ende des Konzils vor 50 Jahren

Zum Ende des Konzils vor 50 Jahren (8. Dezember 1965)

Schriften über das Konzil, dessen Rezeption, Auswirkungen, inneren Widersprüche usw. füllen Bibliotheken. Und das ist gut so. Aber entscheidender ist die vom Konzil her entstandene Praxis. In unseren Breitengraden sind das zuerst die Liturgiereform und die Mitsprache der Laien (Räte). Die theologischen Fundamente sind die Wiederentdeckung des Volkes Gottes als Träger der Evangelisierung, die Hinwendung zur Welt (ad extra) und die Abkehr von einer „societas perfecta“, einer Gesellschaft, die aus sich heraus alles hat, was sie zum Leben braucht, also autark ist. Im 4. Jh. nach Chr. wurde dieser Begriff auf die Kirche übertragen und bis ins 20. Jh. so definiert, dass der Kirche von Gott alles gegeben wurde, was sie zu ihrer Existenz braucht. Sie braucht „die Welt“ nicht, sie ruht in sich und für sich. Sie regelt alles aus sich selbst heraus.

Nach dem Konzil dürfen wir sagen: Das war eine Sackgasse. Das war und ist nicht kompatibel mit der Botschaft von Jesus dem Christus.

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Kirche vor Ort

Kirche vor Ort – Weltkirche vor Ort  (Predigt am 2./3. Juli 2016 zum außerordentlichen Missio-Sonntag in Ravensburg)

Liebe Gemeinde:

„Kirche vor Ort“ - so heißt das Programm unserer Diözese  zur Erneuerung der Kirche: „Dorthin gehen, wo die Menschen sind, wo sie leben, feiern, leiden...“.  Kirche vor Ort ist aber auch immer „Weltkirche vor Ort“, denn sonst wären wir nicht katholische Kirche. Dies möchte ich näher erläutern. Wir feiern zusammen die Eucharistie. Wir nehmen in dieser Feier die endgültige Gemeinschaft aller Menschen untereinander und mit Gott vorweg. Das biblische Bild dazu: Tischgemeinschaft mit denen, denen ansonsten der Zugang zum Tisch und damit zum Brot des Lebens verwehrt wird. Dies ist eine der zentralen Botschaften Jesu. Kennzeichen dieser Tischgemeinschaft ist das Miteinanderteilen von Brot und Wein, das steht symbolisch für all das, was wir zum Leben brauchen. Die Jünger von Emmaus erkennen den auferweckten Christus erst, als er mit ihnen das Brot teilt. Da gehen ihnen die Augen auf! Man erkennt eine christliche Gemeinde daran, wie und mit wem sie das Brot teilt. In einer Gemeinde, in der das geschieht, ist der lebendige Christus gegenwärtig, es ist Auferstehung spürbar, neues Leben.

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