Katholische Kirche (weltweit)

Lokale Kirche - globale Kirche

„Weltkirche werden“ heißt nicht, dass alle Welt wie Europa bzw. Kirche nach europäischen Maßstäben weltweit aufgebaut wird. Dies ist in den vergangenen Jahrhunderten geschehen und daher gab es eben keine lateinamerikanische oder afrikanische Kirche, sondern überall nur die immer gleichen Kopien einer europäischen, römischen Kirche, die letztlich eine weiße Kirche war, weil sie im Gefolge der Eroberung daherkam. Eine weltweite Kirche, die eine Alternative zur herrschenden Globalisierung werden will, muss dagegen von den Rändern her entstehen, aber nicht in ähnlich ausschließender Weise wie dies umgekehrt bisher vom Zentrum her geschah.

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Eine lokale Kirche in der globalen Gemeinde Jesu Christi

....Kirchengemeinden des Nordens sind existentiell in diesen Kontext der Abhängigkeit und der Gewalt verwickelt. Im Kontext einer Partnerschaft jedoch bietet sich den deutschen Partnergemeinden (und deutsche Kirche insgesamt) die Möglichkeit eines Auswegs aus der Sackgasse. Sie können den Teufelskreis einer zugleich wachsenden Verelendung auf der einen Seite und einer wachsenden Bereicherung einiger Weniger auf Kosten der Mehrheit auf der anderen Seite durchbrechen. Dies wäre eine österliche Erfahrung: durch die Auferstehung Jesu wird der Teufelskreis des Todes und der Macht sündhafter Strukturen durchbrochen und neues Leben ermöglicht. In dem sie das Brot mit den „Indios dieser Welt“ brechen, können christliche Gemeinschaften des Nordens auf den Weg des Volkes Gottes zurückkehren und in den Armen Jesus als ihren einzigen „Herrn“ erkennen. Eine so verstandene Partnerschaft ist das sichtbare Zeichen dafür, dass der Bruch zwischen den Menschen auch innerhalb der Kirche überwunden werden kann. „So gesehen stellt sich die Kirche in erster Linie als jenes Volk Gottes dar, das in der Geschichte fortführt, was Jesus endgültig als Gegenwart Gottes unter den Menschen besiegelt hat“. (Ellacuría, Ignacio: Die Kirche der Armen, geschichtliches Befreiungssakrament).

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Partnerschaft als Sakrament von Weltkirche

 ...In der Eucharistie feiert die Gemeinde den Aufbruch Gottes mit den Menschen (Befreiung), sie feiert die Gemeinschaft der Menschen untereinander und mit Gott und sie ist damit Zeichen dafür, dass die tödliche Spaltung der Menschheit überwunden werden kann. Sie ist Zeichen des Reiches Gottes. In einer Partnerschaft wird dieses Zeichen konkret erfahrbar und kann nachvollziehbar in eine entsprechende Praxis umgesetzt werden. Keine katholische Gemeinde kann von ihrem eigenen Selbstverständnis her Eucharistie feiern, ohne die Ausgegrenzten an ihren Tisch zu bitten. Mehr noch: nicht sie bittet an den Tisch, sondern es ist Gott, der zuerst die Ausgegrenzten einlädt, während die Reichen dankbar sein dürfen, wenn sie (eventuell auf Fürsprache der Armen hin) ebenfalls einen Platz am Tisch des Lebens erhalten. Für eine reiche Gemeinde ist es eine Gnade...

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