Katholische Kirche (weltweit)

Gemeinsam Kirche werden

Gemeinsam Kirche werden…..   (mein Vortrag beim FD-Treffen in Lima, Februar 2002)

2. Wenn sich deutsche Gemeinden mit einer armen Gemeinde auf der anderen Seite des Globus einlassen, werden sie auf eine noch grundsätzlichere Weise herausgefordert, ökonomisch und theologisch. Die Campesinos von Cajamarca möchten mit den ihren Partnergruppen in Deutschland ihren Glauben teilen und umgekehrt. Doch die Partner leben in getrennten Welten, besser gesagt: in völlig entgegen gesetzten Wirklichkeiten innerhalb der zur einem einzigen Marktplatz gewordenen Einen Welt. Die deutschen Christen, die einzelnen Gemeindemitglieder wie die Kirche als Ganzes mit ihren Organisationen, sind mehr oder weniger gut funktionierende Bestandteile dieser Gesellschaft. Die beiden Konfessionen sind als Kirchen auf regionaler und nationaler Ebene eng mit Staat und Gesellschaft verflochten. Dies zeigt sich nicht nur in der Kirchensteuer, die bekanntlich umso höher ausfällt, je höhere Gewinne die Wirtschaft erzielt, sondern auch in der Zustimmung zu den herrschenden gesellschaftlichen Wertvorstellungen. Gemeinde und Kirche sind nicht nur Stützen dieser Gesellschaft, sie sind diese Gesellschaft. Als Gemeinde und Teil dieser Gesellschaft sind sie Teil des dazugehörenden Wirtschaftssystems und sie haben ein existentielles Interesse an dem Erhalt und der Funktionstüchtigkeit dieses Systems, das auch ein globales System ist. Aus diesem Interesse heraus entsteht de facto eine entsprechende Option. Die Campesinos gehören hingegen nur insofern zu diesem System, als dass sie sich als vom System Ausgegrenzte erfahren. Mit anderen Worten: sie sind die Opfer eines Systems, das eine Mehrheit der Christen in den reichen Ländern als alternativlos betrachtet und mit dem man sich eben arrangieren oder das man unterstützen muss. Während peruanische Partnergemeinden ihre Situation im Lichte des Glaubens z.B. als Folge der bestehenden sündhaften Strukturen und als unvereinbar mit dem Willen Gottes verstehen und begreifen, steht den deutschen Gemeinden dieser Erkenntnisprozess hinsichtlich ihrer eigenen Situation noch bevor.

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Fidei Donum in Buenos Aires

FIDEI DONUM Treffen in Luján Argentinien    -    10. -18. September 2014 (Auszug aus dem Protokoll)

„QUE NUESTROS PUEBLOS TENGAN VIDA EN ABUNDANCIA“

 

DONNERSTAG, 11. SEPTEMBER 2014

Vortrag Adolfo Pérez Esquivel

1.    Thema: Y lo reconocieron al partir el pan - hay que seguir andando nomas

Alfonso stellt sein Gemälde vor, das er für die Pfarrei Santa Cruz gemalt hat und dort auch im Original ausgestellt ist. Die dargestellten Personen sind reale Menschen, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt und getötet wurden. (Bild und Einzelheiten in den  Materialien). Neben anderen persönlichen Erinnerungen spricht er vor allem von dem Treffen im Hogar Santa Cruz (Riobamba, Ekuador) bei Bischof Leónidas Proaño. 16 Bischöfe und weitere Persönlichkeiten aus Lateinamerika waren verhaftet worden. (se adjunta un archivo con la explicación del mural)

2.    Thema: La situación en Argentina y América Latina - análisis coyuntural-social, logros y preocupaciones

Ausgangspunkt: Die Situation in Lateinamerika

  • Kontinent voller Bodenschätze (Ressourcen)
  • Die geopolitische Rolle Lateinamerikas
  • Tummelfeld vieler internationaler Konzerne
  • Markante Ereignisse in den letzten 60 Jahren: Die Revolution in Kuba (1.1.59) und Medellín 1968.

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Adveniat - Frieden jetzt!

Frieden und Versöhnung

Die bundesweite Eröffnung der Adveniat-Jahresaktion 2015 fand am 29. November in Stuttgart statt. Das Thema der diesjährigen Jahresaktion lautet: „Frieden jetzt!“. Eingeladen hatte die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Aus diese Anlass fand am Tag vorher im „Haus der katholischen Kirche“ eine Fachtagung statt, zu der Adveniat und die Diözese eingeladen haben. Als Gäste wirkten u.a. der Vorsitzende der kolumbianischen Bischofskonferenz und der nationalen Versöhnungskommission, Bischof Luis Augusto Castro und Bischof Julio Cabrera aus Guatemala mit, langjähriger Partner der Diözese Rottenburg-Stuttgart und in Guatemala entscheidend an der Versöhnungsarbeit in Guatemala beteiligt. Den Gastvortrag hielt Prof. Justenhoven. Die Bürgerkriegsländer Kolumbien (seit 1948) und Guatemala (1954 -1996, einschließlich Genozid in den 80er Jahren) standen im Mittelpunkt der Jahresaktion.

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