Globalisierung

Globalisierung wird hier so aufgefasst, dass sie heute als weltweite Kolonialisierung der Seelen und Köpfe ungebremster denn je zuvor in Erscheinung tritt und in das Bewusstsein der Menschen eindringt. Die Globalisierung wird in der Folge als eine bisher beispiellose und weltweite Entfesselung des Kapitalismus verstanden, mit tödlichen Folgen für immer mehr Menschen und die gesamte Natur. Die gegenwärtige Globalisierung unter wirtschaftlichen und kulturellen Vorzeichen ist als direkte Folge bzw. Weiterführung der im 15. Jahrhundert begonnenen Eroberung der Welt durch das christliche Abendland zu sehen.
Diese globalen Spielregeln haben ihre Gültigkeit bis hinein in die kleinsten Einheiten menschlichen Zusammenlebens. Sie dringen nicht nur bis in die entlegensten Orte der Welt vor, sondern auch in die letzten Winkel unserer Seelen und unseres Denkens. Tiefste menschliche Beziehungen werden immer mehr verkommerzialisiert, töten den Dialog und die Wahrheit. Von dieser Totalität her beziehen diese Spielregeln und Werte ihren Wahrheitsanspruch und damit ihre universelle Gültigkeit - ohne scheinbare Alternative.

Heilsverheißungen des Kapitalismus

Mythos und Wirklichkeit - Sakramente und Heilsverheißungen des Kapitalismus (1)

 Der Kapitalismus wird hier als eine Ideologie (Werteordnung) und Praxis verstanden, nämlich als eine bestimmte Art und Weise, die Wirklichkeit (Welt, Mensch) und deren Grund und Zweck zu sehen, zu deuten und zu leben (2). Im Unterschied zum Christentum wird Kapitalismus als ein System verstanden, in der das Heil nicht von außerhalb kommt, sondern in dem das Heil innerweltlich machbar und organisierbar ist. Wie das Christentum seinen Namen von Christus hat, der im Mittelpunkt steht und absoluter Maßstab ist, so bedeutet Kapitalismus, dass im Mittelpunkt von allem menschlichen Streben und Trachten das Kapital steht, weil es - so der Glaube - das am besten geeignete Mittel ist, um zu sich selbst zu finden, um Mensch zu werden und um immer mehr Mensch zu sein.

Denn es ist der Mensch, der sich selbst, seine Bedürfnisse, Methoden, Ziele, zum absoluten Maßstab macht und in der das Kapital, weil empirisch am besten bewährt, die Rolle der Heilsvermittlung zukommt.

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Grundstrukturen des Kapitalismus

Gedanken zur Grundstruktur des Kapitalismus

Von German Knecht (1934 - 2008), Herxheim 1987

"Nach allgemein anerkannter Auffassung besteht Faschismus im Wesentlichen aus vier Grundelementen: er ist totalitär, antidemokratisch, antikommunistisch und nationalistisch. Auch der Kapitalismus enthält diese vier Grundelemente. Zwar ist Kapital unpersönlich, aber Menschen verkörpern eine am Kapital orientierte Denk- und Handlungsweise, sind Träger der Idee. Deswegen sind sie im Folgenden gemeint, wenn von „Kapital“ gesprochen wird.

"Capitalismo" - Gemälde von José Espíritu, Campesino und Katechet aus Bambamarca, Peru (1999)

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Kapitalismus - Opium für das Volk

"Der Kapitalismus ist kalt, kalt wie alles, das aus Metall ist. Es interessieren ihn weder die Menschen noch die Völker. Es interessieren ihn allein die Gewinne. Menschen und Völker interessieren ihn nur in dem Maße, in dem sie ihm Gewinne versprechen. Um Gewinne verschlingen zu können, verschlingt er Menschen und Völker. Er ist kalt, er hat kein Herz. Unser Land, wie viele andere Länder in Lateinamerika, ist schon seit langem in die Klauen dieses Monsters gefallen. Wir hängen auf vielfältige Weise von ihm ab. Wir sind sein Spielzeug".  (Leónidas Proaño, Bischof von Riobamba, Ekuador 1978)

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"Der Kapitalismus ist kalt, kalt wie alles, das aus Metall ist. Es interessieren ihn weder die Menschen noch die Völker. Es interessieren ihn allein die Gewinne. Menschen und Völker interessieren ihn nur in dem Maße, in dem sie ihm Gewinne versprechen. Um Gewinne verschlingen zu können, verschlingt er Menschen und Völker. Er ist kalt, er hat kein Herz. Unser Land, wie viele andere Länder in Lateinamerika, ist schon seit langem in die Klauen dieses Monsters gefallen. Wir hängen auf vielfältige Weise von ihm ab. Wir sind sein Spielzeug". (Leónidas Proaño, Bischof von Riobamba, Ekuador 1978)"

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