Globalisierung

Globalisierung wird hier so aufgefasst, dass sie heute als weltweite Kolonialisierung der Seelen und Köpfe ungebremster denn je zuvor in Erscheinung tritt und in das Bewusstsein der Menschen eindringt. Die Globalisierung wird in der Folge als eine bisher beispiellose und weltweite Entfesselung des Kapitalismus verstanden, mit tödlichen Folgen für immer mehr Menschen und die gesamte Natur. Die gegenwärtige Globalisierung unter wirtschaftlichen und kulturellen Vorzeichen ist als direkte Folge bzw. Weiterführung der im 15. Jahrhundert begonnenen Eroberung der Welt durch das christliche Abendland zu sehen.
Diese globalen Spielregeln haben ihre Gültigkeit bis hinein in die kleinsten Einheiten menschlichen Zusammenlebens. Sie dringen nicht nur bis in die entlegensten Orte der Welt vor, sondern auch in die letzten Winkel unserer Seelen und unseres Denkens. Tiefste menschliche Beziehungen werden immer mehr verkommerzialisiert, töten den Dialog und die Wahrheit. Von dieser Totalität her beziehen diese Spielregeln und Werte ihren Wahrheitsanspruch und damit ihre universelle Gültigkeit - ohne scheinbare Alternative.

TTIP-Beirat in BW

TTIP – Beirat der Landesregierung (wohl der einzige in der EU) - Sitzung am 19.04.2016   

Ziel des Beirats: mehr Transparenz und öffentliche Diskussion (siehe auch „Welt:Bürger gefragt“)

Zum Schluss meines Beitrags als Vertreter der kath. Kirche in BW, an Minister Friedrich gewandt:

  1. Einige Ergebnisse aus den gemeinsam entwickelten e.-pol. Leitlinien würden durch TTIP in Frage gestellt werden.
  2. Die Ziele der Weltklimagipfels in Paris werden durch TTIP noch unrealistischer als sie jetzt schon sind (so auch die Aussagen vieler Teilnehmer, u.a.       von Misereor, etc. (Ich war als Mitglied der Delegation der Kirchen in BW in Paris).
  3. Dasselbe gilt für die 17 Ziele der SDG´s.: Je mehr Wachstum, desto schnelleres Ende der Ressourcen, desto mehr Verwüstung, desto mehr Spaltung      ….. usw.

Weiterlesen: TTIP-Beirat in BW

TTIP - zum Segen für wen?

Zusätzliches Wachstum durch TTIP -  für wen?                                                            

Das Transatlantische Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen den USA und der EU erhitzt die Gemüter. Selten gingen wegen eines Handelsabkommen so viele Bürger auf die Straße, denn sie ahnen: Hier geht es um mehr als ein bloßes Handelsabkommen. Es geht um die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Es ist eine Frage nach den Werten, die uns leiten. Es geht um unser Verhältnis zu Natur und Umwelt, zur Art und Weise unseres Wirtschaftens und unseres Zusammenlebens in Gesellschaft und Staat. 

siehe auch: Leitantrag der Bundesversammlung vom 26.- 28. 2. 16 von "Wir sind Kirche" zu TTIP

Weiterlesen: TTIP - zum Segen für wen?

Freihandelsabkommen - Instrument neoliberaler Weltordnung

Freihandelsabkommen – aus der Perspektive einer Kirche der Armen 

Mit der zu Beginn der Neuzeit um 1500 beginnenden Eroberung der Welt durch die Europäer wurde auch deren Kosmovision zum Leitbild für alle anderen Völker und Kulturen erklärt. Der abendländischen Christenheit, ausgehend von griechischer Philosophie und römischem Recht auf unbeschränktes Privateigentum fiel es daher nicht schwer, die Eroberung fremder Völker und jahrhundertelange Sklaverei zu rechtfertigen. Auch die daraus entstandene Wirtschaftsordnung mit dem absoluten Vorrang des Kapitals - das Geld als Gott, wie Papst Franziskus dies nennt - wurde nun globalisiert. Nachdem spätestens seit den 80-er Jahren und verstärkt seit 1990 das Kapital und der freie Handel von den letzten Fesseln sozialer Verantwortung befreit wurden, nehmen die Verwüstung der Erde und die Vertreibung der Menschen exponentiell zu. (Siehe auch: TTIP - Kampf um die letzten Ressourcen)

Weiterlesen: Freihandelsabkommen - Instrument neoliberaler Weltordnung

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"Der Kapitalismus ist kalt, kalt wie alles, das aus Metall ist. Es interessieren ihn weder die Menschen noch die Völker. Es interessieren ihn allein die Gewinne. Menschen und Völker interessieren ihn nur in dem Maße, in dem sie ihm Gewinne versprechen. Um Gewinne verschlingen zu können, verschlingt er Menschen und Völker. Er ist kalt, er hat kein Herz. Unser Land, wie viele andere Länder in Lateinamerika, ist schon seit langem in die Klauen dieses Monsters gefallen. Wir hängen auf vielfältige Weise von ihm ab. Wir sind sein Spielzeug". (Leónidas Proaño, Bischof von Riobamba, Ekuador 1978)"

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