Globalisierung

Globalisierung wird hier so aufgefasst, dass sie heute als weltweite Kolonialisierung der Seelen und Köpfe ungebremster denn je zuvor in Erscheinung tritt und in das Bewusstsein der Menschen eindringt. Die Globalisierung wird in der Folge als eine bisher beispiellose und weltweite Entfesselung des Kapitalismus verstanden, mit tödlichen Folgen für immer mehr Menschen und die gesamte Natur. Die gegenwärtige Globalisierung unter wirtschaftlichen und kulturellen Vorzeichen ist als direkte Folge bzw. Weiterführung der im 15. Jahrhundert begonnenen Eroberung der Welt durch das christliche Abendland zu sehen.
Diese globalen Spielregeln haben ihre Gültigkeit bis hinein in die kleinsten Einheiten menschlichen Zusammenlebens. Sie dringen nicht nur bis in die entlegensten Orte der Welt vor, sondern auch in die letzten Winkel unserer Seelen und unseres Denkens. Tiefste menschliche Beziehungen werden immer mehr verkommerzialisiert, töten den Dialog und die Wahrheit. Von dieser Totalität her beziehen diese Spielregeln und Werte ihren Wahrheitsanspruch und damit ihre universelle Gültigkeit - ohne scheinbare Alternative.

Befreiende - sozialpastorale Wege

Sozialpastorale Wege befreienden Handelns  (Hannes Kramer, Freiburg)

Ein Essay zum Wirken von Bischof Bellido Dammert, Cajamarca/Peru                   

 

Wieder einmal traf ich Bischof Bellido Dammert. Wir gingen in Freiburg durch die Herrenstraße (Wohnstraße der Domkapitulare und Bischöfe). Ziel war das erzbischöfliche Ordinariat. Leise, fast beiläufig für sich und ohne jeden Harm sinnierte der Bischof laut vor sich hin, als wir auf das burgähnliche Gebäude zugingen: „Wenn euer Bischof, gleich zu welcher Tag- oder Nachstunde und egal wer kommt, den Besuchern selber die Tür öffnen und sie hereinbitten dürfte, dann würden sich die Begegnungen und Beziehungen zu den Menschen verändern. Vor allem dann, wenn es wie bei mir vorzüglich arme Campesinos, Landbewohner wären“. Dies war während des Zweiten Vatikanischen Konzils. Vielleicht denken unsere Bischöfe ähnlich?

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Die Sozialpastoral in Cajamarca

Die Sozialpastoral der Diözese Cajamarca unter Bischof José Dammert Bellido (1962 - 1992)                                                                              von Hans Hillenbrand

Einleitung

Gibt es einen „roten Faden“ in der Sozialpastoral der Diözese Cajamarca während dieser Zeit José Dammerts? Viele Personen, die über unser Thema nachgedacht haben, fragten sich dies bereits. Ich wage hier eine Hypothese, die im ersten Teil mit drei Faktoren zu arbeiten sucht:

1. Die Person José Dammert Bellido

2. Kirchenpolitische Faktoren

3. Allgemeingeschichtliche, soziale und politische Faktoren

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Evangelisierung audiovisuell

"Als Padre Alois Eichenlaub in den 60-er Jahren Sonoviso gründete, war es das Ziel, um es mit den Worten des damaligen Bischofs José Dammert Bellido zu sagen, „eine Botschaft des Lebens zu überbringen und sich einer Botschaft des Todes, die den Massenmedien zu eigen ist, entgegen zu stellen“.

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Unterkategorien

"Der Kapitalismus ist kalt, kalt wie alles, das aus Metall ist. Es interessieren ihn weder die Menschen noch die Völker. Es interessieren ihn allein die Gewinne. Menschen und Völker interessieren ihn nur in dem Maße, in dem sie ihm Gewinne versprechen. Um Gewinne verschlingen zu können, verschlingt er Menschen und Völker. Er ist kalt, er hat kein Herz. Unser Land, wie viele andere Länder in Lateinamerika, ist schon seit langem in die Klauen dieses Monsters gefallen. Wir hängen auf vielfältige Weise von ihm ab. Wir sind sein Spielzeug". (Leónidas Proaño, Bischof von Riobamba, Ekuador 1978)"

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