Globalisierung

Globalisierung wird hier so aufgefasst, dass sie heute als weltweite Kolonialisierung der Seelen und Köpfe ungebremster denn je zuvor in Erscheinung tritt und in das Bewusstsein der Menschen eindringt. Die Globalisierung wird in der Folge als eine bisher beispiellose und weltweite Entfesselung des Kapitalismus verstanden, mit tödlichen Folgen für immer mehr Menschen und die gesamte Natur. Die gegenwärtige Globalisierung unter wirtschaftlichen und kulturellen Vorzeichen ist als direkte Folge bzw. Weiterführung der im 15. Jahrhundert begonnenen Eroberung der Welt durch das christliche Abendland zu sehen.
Diese globalen Spielregeln haben ihre Gültigkeit bis hinein in die kleinsten Einheiten menschlichen Zusammenlebens. Sie dringen nicht nur bis in die entlegensten Orte der Welt vor, sondern auch in die letzten Winkel unserer Seelen und unseres Denkens. Tiefste menschliche Beziehungen werden immer mehr verkommerzialisiert, töten den Dialog und die Wahrheit. Von dieser Totalität her beziehen diese Spielregeln und Werte ihren Wahrheitsanspruch und damit ihre universelle Gültigkeit - ohne scheinbare Alternative.

Bischof Betazzi: Katakombenpakt

Aus dem Brief an Bischof Luigi Bettazzi vom 10. Oktober 1999         (von Willi Knecht):

„Über den Kontakt mit Prälat Hüssler aus Freiburg haben wir mit großer Freude erfahren, dass Sie als guter Freund von Bischof Dammert bereit sind, an einer Studie über dessen Arbeit und Werk mitzuarbeiten. Prälat Hüssler, ehemaliger Präsident von Caritas Deutschland, hat von unserer Studie erfahren und hält diese für sehr wichtig und interessant. Er berichtete uns, dass Sie Bischof Dammert seit den Tagen des Konzils sehr gut kennen. Sie haben nicht nur mit Bischof Dammert zusammengearbeitet, sondern Sie gehörten auch zu einer Gruppe von Bischöfen, die sich, inspiriert vom Geiste von Charles de Foucauld, regelmäßig trafen, um das Thema der Armut  und einer Option für die Armen gründlicher zu behandeln. Dies geschah auch durch den Impuls des Hl. Vaters Juan XXIII, der bereits vor der Eröffnung des Konzils zum  ersten Mal von  einer Präferenz zugunsten der Armen sprach, ein Thema, das Kardinal Lercaro in der ersten Konzilsperiode vertiefte und das schließlich in Medellín zum zentralen Thema wurde.

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Cajamarca: arme und reiche Kirche

Cajamarca - eine Diözese in den Anden Peru (ungekürzte Fassung)

"Für die Kirche geht es darum, ob es ihr gelingt, zu einer glaubhaften und kämpferischen Alternative zu den herrschenden Gesetzmäßigkeiten zu werden und damit zu ihren Wurzeln zurückzukehren. So stellt sich die Frage: Was globalisiert die Kirche mit ihrer weltweiten Dimension? Bildet sie darin eine vom Evangelium her authentische und alternative Globalisierungsperspektive zu jenen rasanten Globalisierungsprozessen im Produktions-, Absatz- und Informationsmarkt mit jenen ‚Gesetzmäßigkeiten’, die insgesamt nicht ohne Grund als Ursachen dafür diskutiert  werden, dass weltweit Millionen von Menschen aus eben diesen Prozessen ausgegliedert und von daher für überflüssig erklärt werden. Die herrschenden Legitimationen, die menschliches Leben rechtfertigen, kommen immer weniger Menschen zugute, nicht nur in der südlichen Hälfte der Erde, sondern zunehmend auch im Norden“.


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Lasst uns den Weg weitergehen!

Lasst uns den Weg weitergehen! Ein Aufruf, treu zu bleiben!  (Jesus Flores de La Loma)

"In den Anden im Norden Perus begann seit den Jahren 1962/63 in den Herzen der Gedemütigten eine Hoffnung zu keimen: eine Hoffnung auf ein Leben in Würde, in Gerechtigkeit und dass alle als Kinder des Einen Vaters ein Leben in Fülle haben mögen. Durch das Evangelium, das sie zum ersten Mal hörten, entdeckten sie, dass Gott selbst, Jesus Christus, mitten unter ihnen geboren wurde, um alle ihre Leiden und Hoffnungen mit ihnen zu teilen...."

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"Der Kapitalismus ist kalt, kalt wie alles, das aus Metall ist. Es interessieren ihn weder die Menschen noch die Völker. Es interessieren ihn allein die Gewinne. Menschen und Völker interessieren ihn nur in dem Maße, in dem sie ihm Gewinne versprechen. Um Gewinne verschlingen zu können, verschlingt er Menschen und Völker. Er ist kalt, er hat kein Herz. Unser Land, wie viele andere Länder in Lateinamerika, ist schon seit langem in die Klauen dieses Monsters gefallen. Wir hängen auf vielfältige Weise von ihm ab. Wir sind sein Spielzeug". (Leónidas Proaño, Bischof von Riobamba, Ekuador 1978)"

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