Kapitalismus

"Der Kapitalismus ist kalt, kalt wie alles, das aus Metall ist. Es interessieren ihn weder die Menschen noch die Völker. Es interessieren ihn allein die Gewinne. Menschen und Völker interessieren ihn nur in dem Maße, in dem sie ihm Gewinne versprechen. Um Gewinne verschlingen zu können, verschlingt er Menschen und Völker. Er ist kalt, er hat kein Herz. Unser Land, wie viele andere Länder in Lateinamerika, ist schon seit langem in die Klauen dieses Monsters gefallen. Wir hängen auf vielfältige Weise von ihm ab. Wir sind sein Spielzeug". (Leónidas Proaño, Bischof von Riobamba, Ekuador 1978)"

TTIP-Beirat in BW

TTIP – Beirat der Landesregierung (wohl der einzige in der EU) - Sitzung am 19.04.2016   

Ziel des Beirats: mehr Transparenz und öffentliche Diskussion (siehe auch „Welt:Bürger gefragt“)

Zum Schluss meines Beitrags als Vertreter der kath. Kirche in BW, an Minister Friedrich gewandt:

  1. Einige Ergebnisse aus den gemeinsam entwickelten e.-pol. Leitlinien würden durch TTIP in Frage gestellt werden.
  2. Die Ziele der Weltklimagipfels in Paris werden durch TTIP noch unrealistischer als sie jetzt schon sind (so auch die Aussagen vieler Teilnehmer, u.a.       von Misereor, etc. (Ich war als Mitglied der Delegation der Kirchen in BW in Paris).
  3. Dasselbe gilt für die 17 Ziele der SDG´s.: Je mehr Wachstum, desto schnelleres Ende der Ressourcen, desto mehr Verwüstung, desto mehr Spaltung      ….. usw.

Weiterlesen: TTIP-Beirat in BW

TTIP - zum Segen für wen?

Zusätzliches Wachstum durch TTIP -  für wen?                                                            

Das Transatlantische Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen den USA und der EU erhitzt die Gemüter. Selten gingen wegen eines Handelsabkommen so viele Bürger auf die Straße, denn sie ahnen: Hier geht es um mehr als ein bloßes Handelsabkommen. Es geht um die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Es ist eine Frage nach den Werten, die uns leiten. Es geht um unser Verhältnis zu Natur und Umwelt, zur Art und Weise unseres Wirtschaftens und unseres Zusammenlebens in Gesellschaft und Staat. 

siehe auch: Leitantrag der Bundesversammlung vom 26.- 28. 2. 16 von "Wir sind Kirche" zu TTIP

Weiterlesen: TTIP - zum Segen für wen?

Freihandelsabkommen - Instrument neoliberaler Weltordnung

Freihandelsabkommen – aus der Perspektive einer Kirche der Armen 

Mit der zu Beginn der Neuzeit um 1500 beginnenden Eroberung der Welt durch die Europäer wurde auch deren Kosmovision zum Leitbild für alle anderen Völker und Kulturen erklärt. Der abendländischen Christenheit, ausgehend von griechischer Philosophie und römischem Recht auf unbeschränktes Privateigentum fiel es daher nicht schwer, die Eroberung fremder Völker und jahrhundertelange Sklaverei zu rechtfertigen. Auch die daraus entstandene Wirtschaftsordnung mit dem absoluten Vorrang des Kapitals - das Geld als Gott, wie Papst Franziskus dies nennt - wurde nun globalisiert. Nachdem spätestens seit den 80-er Jahren und verstärkt seit 1990 das Kapital und der freie Handel von den letzten Fesseln sozialer Verantwortung befreit wurden, nehmen die Verwüstung der Erde und die Vertreibung der Menschen exponentiell zu. (Siehe auch: TTIP - Kampf um die letzten Ressourcen)

Weiterlesen: Freihandelsabkommen - Instrument neoliberaler Weltordnung

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