Kapitalismus

"Der Kapitalismus ist kalt, kalt wie alles, das aus Metall ist. Es interessieren ihn weder die Menschen noch die Völker. Es interessieren ihn allein die Gewinne. Menschen und Völker interessieren ihn nur in dem Maße, in dem sie ihm Gewinne versprechen. Um Gewinne verschlingen zu können, verschlingt er Menschen und Völker. Er ist kalt, er hat kein Herz. Unser Land, wie viele andere Länder in Lateinamerika, ist schon seit langem in die Klauen dieses Monsters gefallen. Wir hängen auf vielfältige Weise von ihm ab. Wir sind sein Spielzeug". (Leónidas Proaño, Bischof von Riobamba, Ekuador 1978)"

Marshall-Plan für Afrika?

Konzerne als Retter? Oder wie man Flüchtlinge produziert!   (Arte-Doku vom 9. Mai 2017)

Weltweit 1 Milliarde Menschen[1] sind von extremer Armut und Hunger betroffen. In Afrika südlich der Sahara ¼ der Bevölkerung - und das trotz (oder wegen?) staatlicher Entwicklungshilfe durch die Industrieländer. Nun setzt man immer mehr auf die Privatwirtschaft. Die Verantwortung für den Hunger in der Welt wird deshalb mehr dem Markt übertragen. Weltweit agierende Unternehmen werden als die neuen Heilsbringer ausgerufen.[2]  Dazu auch:  „Was ist Entwicklung“?

Weiterlesen: Marshall-Plan für Afrika?

TIPP - demaskiert!

TTIP – Demaskiert!   -  siehe auch: TTIP - der Kampf um die letzten Ressourcen

„Geheime TTIP – Papiere enthüllt“. „Befürchtungen werden Realität“. „Wer TTIP sät, wird Gentechnik ernten“.  So oder ähnlich lauteten die Schlagzeilen in den Medien, als am 2. Mai von Greenpeace  Abschriften der geheimen Verhandlungsunterlagen veröffentlicht wurden. Sie bestätigen weitgehend die bisherigen Befürchtungen der TTIP-Gegner. In einer nicht repräsentativen eigenen Pressedurchschau werden nach Durchsicht der Dokumente (aktueller Verhandlungsstand!) in den Medien vor allem folgende Befürchtungen bestätigt:

  • Die USA werden Exporterleichterungen für die deutsche Autoindustrie nur zustimmen, wenn im Gegenzug die EU der US-Agrarindustrie, einschließlich genmanipulierter Produkte, uneingeschränkten Zugang auf die europäischen Märkte garantiert.
  • Der Druck der US-Regierung auf die EU ist stärker und weiter reichend als bislang bekannt.
  • Die USA bestehen auf der Einsetzung nicht demokratisch legitimierter Schiedsgerichte.
  • Öffentliche Dienstleistungen und kommunale Güter müssen privatisiert werden.
  • Alle weiteren bisherigen Befürchtungen wie  Abbau der Arbeitnehmerrechte, Verbraucherschutz  und der Umweltstandards, Geheimhaltung, usw. werden bestätigt.

Fazit: Gemeinden, Parlamente, Regierungen, ganze Staaten, werden ihrer wirtschaftlichen Entscheidungs-Souveränität beraubt und Organismen ausgeliefert, die von Multinationalen Konzernen oder Finanz-Gruppen kontrolliert werden und die die Rechte der Arbeiter, die Anforderungen der Umwelt und die Sicherheit der Lebensmittel vergewaltigen.

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TTIP-Beirat in BW

TTIP – Beirat der Landesregierung (wohl der einzige in der EU) - Sitzung am 19.04.2016   

Ziel des Beirats: mehr Transparenz und öffentliche Diskussion (siehe auch „Welt:Bürger gefragt“)

Zum Schluss meines Beitrags als Vertreter der kath. Kirche in BW, an Minister Friedrich gewandt:

  1. Einige Ergebnisse aus den gemeinsam entwickelten e.-pol. Leitlinien würden durch TTIP in Frage gestellt werden.
  2. Die Ziele der Weltklimagipfels in Paris werden durch TTIP noch unrealistischer als sie jetzt schon sind (so auch die Aussagen vieler Teilnehmer, u.a.       von Misereor, etc. (Ich war als Mitglied der Delegation der Kirchen in BW in Paris).
  3. Dasselbe gilt für die 17 Ziele der SDG´s.: Je mehr Wachstum, desto schnelleres Ende der Ressourcen, desto mehr Verwüstung, desto mehr Spaltung      ….. usw.

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