Die globale Verantwortung

Bambamarca - ein Pilotprojekt

"Bereits im Februar 1993  besuchte Bischof Simón als erste große Pfarrei außerhalb von Cajamarca die Pfarrei Bambamarca (19). Er kam nach Bambamarca mit dem festen Willen, die rechte Ordnung wiederherzustellen. Er hatte eine vorbereitete Liste der Verfehlungen mitgebracht ohne vorher überhaupt in Bambamarca gewesen zu sein Vor den Katecheten, Verantwortlichen der Rondas und Frauengruppen sprach er davon, dass er gekommen sei, den „Saustall in Bambamarca auszumisten“.Denn in den letzten dreißig Jahren, so fuhr er fort, sei es zu einem Zerfall der Kirche gekommen, die Priester und die Sakramente würden nicht mehr respektiert, das spirituelle Leben sei verkümmert und die Lehre der Kirche würde nicht mehr respektiert bzw. man kenne sie gar nicht mehr. Statt dessen hätten sich die Verantwortlichen der Pfarrei, einschließlich der Pfarrer, nur um weltliche Dinge gekümmert, hätten Politik gemacht, statt sich dem Gebet zu widmen und hätten ständig Konflikte gegen die städtischen und staatlichen Autoritäten provoziert. Am schlimmsten sei das Unwesen mit den Rondas, in der viele Katecheten an verantwortlicher Stelle beteiligt sind und die Tatsache, dass noch nicht einmal die meisten Katecheten verheiratet seien und in wilder Ehe lebten."

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Gemeinsam auf dem Weg

Der Titel wurde in Anlehnung an „Vamos Caminando - Machen wir uns (gemeinsam) auf den Weg“ gewählt. Dem liegt das biblische Bild des Volkes Gottes zu Grunde, das den Ruf Gottes hört und das sich unter seiner Führung auf den Weg aus der Sklaverei in das Gelobte Land macht. Im Neuen Testament ist es u.a. das Bild von den Jüngern von Emmaus, die sich enttäuscht von Jerusalem abwenden und denen auf dem Weg mit einem Fremden, Unbekannten ein Licht aufgeht. Sie erkennen den auferstandenen Christus, als er mit ihnen das Brot bricht. Gemeinsam als Volk Gottes auf dem Weg sein (Umkehr, Aufbruch), miteinander teilen, was der Mensch zum Leben braucht und die österliche Erfahrung der bleibenden Gegenwart Gottes, sind die tragenden Fundamente christlichen Glaubens und von „Kirchesein“. Das Volk Gottes ist stets als Gemeinschaft unterwegs.  Die Gemeinde als überschaubare Gemeinschaft von Menschen, die den Ruf Gottes hören, sich (mit anderen Gemeinden) auf den Weg machen, das Brot miteinander brechen und sich so als Tischgemeinschaft erfahren, repräsentiert stets auch die gesamte Kirche, sie ist Kirche im Vollzug, sie ist Kirche. Sie ist diese Kirche um so authentischer, wenn sie in ihrem Vollzug und in ihrer Praxis die anderen Gemeinden in der Welt nicht ausschließt (was sie per definitionem gar nicht kann), sondern wenn sie gerade diejenigen in ihr konkretes Leben mit einschließt, die sonst nach den global herrschenden ökonomischen Gesetzmäßigkeiten dieser Welt ausgeschlossen werden. Dem ausgegrenzten Volk offenbart Gott seinen Namen und als das Volk Gottes auf den Ruf hört und sich auf den Weg macht, erfährt es diesen Gott als Gott der Befreiung, der sein Volk nicht im Stich lässt, sondern der immer da ist.

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Umfragen bei Partnergemeinden

Seit 1963 bestehen Verbindungen deutscher katholischer Kirchengemeinden mit Kirchengemeinden der Diözese Cajamarca in Peru. Zu Beginn der Studie, im September 1997, waren es 15 deutsche Kirchengemeinden bzw. Gruppen, die mit Gemeinden bzw. Gruppen der Diözese Cajamarca in Beziehung standen. Alle deutschen Gruppen nahmen an der Befragung teil. Ebenso wurde alle Partnergruppen in Cajamarca intensiv befragt.
Die Fragen wurden gemeinsam mit den Partnergruppen entworfen.

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